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Gewalt im Amateurfußball : „Die Schiedsrichter sind im Sprint in die Kabine geflüchtet“

  • Aktualisiert am

Gewaltausbruch auf dem Rasen: Immer wieder kommt es im Amateurfußball zu körperlichen Auseinandersetzungen auch während der Spiele. Bild: Picture-Alliance

Schläge gegen den Kopf des Unparteiischen, Tritte gegen den am Boden liegenden Assistenten: Nach Ausschreitungen bei einem Kreisliga-Relegationsspiel in Duisburg ermittelt nun die Polizei. Der DFB reagiert.

          Nach schweren Attacken gegen zwei Schiedsrichter bei einem Amateur-Fußballspiel in Duisburg ermittelt die Polizei wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung gegen einen Ko-Trainer und zwei Spieler, sagte ein Polizeisprecher am Montag. Am Samstag waren beim Spiel zwischen TuS Asterlagen und dem Büdericher SV um den Aufstieg in die Kreisliga A der Schiedsrichter und ein Assistent so schwer verletzt worden, dass sie zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht werden mussten, wie Schiedsrichter-Obmann Jakob Klos mitteilte.

          Der Schiedsrichter hatte nach Angaben von Staffelleiter Peter Hanisch zwei Rote Karten wegen Tätlichkeiten gegen Asterlagener Spieler verhängt. Einer der beiden habe daraufhin den Schiedsrichter attackiert. Ein Mann habe auf einen Linienrichter eingetreten. Auf Fotos des Spiels, die die „WAZ“ veröffentlichte, sind regelrechte Jagdszenen zu sehen. Die beiden Unparteiischen konnten laut Polizei in einen Vereinsraum flüchten.

          Peter Frymuth, Präsident des Fußballverbandes Niederrhein und Vizepräsident des Deutschen Fußball-Bundes, äußerte sich tief besorgt über die Entwicklung in den unteren Klassen. In der „Rheinischen Post“ sagte Frymuth, einige Spieler würden die Schiedsrichter offenbar als Freiwild empfinden. „Dieser Vorfall sollte alle sensibilisiert haben, sich nun endlich gegen diese Entwicklung zu stellen“, betonte Frymuth und stellte fest: „Wenn wir darauf keine Antwort finden, wird es schwierig, den Spielbetrieb in allen Bereichen aufrechtzuerhalten. Es werden sich dann schlicht keine Schiedsrichter mehr finden.“

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