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Getrübte Freude in Magdeburg : Ausschreitungen bei Aufstiegsfeier

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Die Bilanz der Aufstiegsfeier: Rauchschwarden auf dem Hasselbachplatz Bild: dpa

Zunächst feiern 2500 Fußballfans fröhlich den Aufstieg des Europapokalsiegers von 1974 in die zweite Liga. Dann kippt die Stimmung. Die Polizei setzt Wasserwerfer ein, um Randalierer zurückzudrängen.

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          Die Feiern zum Aufstieg des 1. FC Magdeburg in die 2. Fußball-Bundesliga auf der Kneipenmeile der Stadt sind am Samstagabend von Ausschreitungen überschattet worden. Rund 150 Vermummte warfen Steine und Flaschen auf Polizisten und Feuerwehrleute und beschimpften die Einsatzkräfte, wie die Polizei mitteilte. Außerdem brannten auf offener Straße verschiedene Gegenstände und Müll. Teile der installierten Videotechnik am zentral gelegenen Hasselbachplatz wurden mutwillig zerstört. Die Polizei setzte einen Wasserwerfer und Pfefferspray ein, um Dutzende vermummte Randalierer zurückzudrängen. Sie nahm mehrere Randalierer fest.

          Zuvor hatten 22.000 Fußballfans im Stadion und 2500 auf dem Hasselbachplatz friedlich den Aufstieg ihrer Mannschaft gefeiert, wie die Polizei weiter mitteilte. Dann war die Stimmung umgeschlagen. Erst am späten Abend kehrte in der Innenstadt wieder Ruhe ein. Das Ausmaß der Zerstörungswut war auch am Sonntag noch sichtbar und die Stadt mit den Aufräumarbeiten beschäftigt.

          Der 1. FC Magdeburg hatte am Samstag ebenso wie der SC Paderborn, der 3:0 (3:0) gegen Unterhaching gewann, schon vier Spieltage vor Saisonende vorzeitig den Aufstieg in die 2. Fußball-Bundesliga perfekt gemacht. Der FCM siegte mit 2:0 (2:0) gegen Fortuna Köln. Bei noch neun zu vergebenen Punkten haben Tabellenführer Paderborn und die punktgleichen Magdeburger uneinholbare 14 Zähler Vorsprung auf Verfolger SV Wehen Wiesbaden, der bei Hansa Rostock 0:2 (0:1) verlor.

          Der Aufstieg setzt Freude frei in blau und weiß Bilderstrecke

          Für die Magdeburger ist der erstmalige Zweitliga-Aufstieg der größte Erfolg der Vereinsgeschichte seit der Wiedervereinigung. Zuletzt hatte der Europapokalsieger von 1974 im Jahr 2007 die große Chance zum Sprung in die Zweitklassigkeit vergeben. Und auch in den vergangenen beiden Jahren war Magdeburg nah dran, scheiterte aber jeweils als Tabellen-Vierter.

          In der laufenden Saison überzeugte die Mannschaft um Erfolgscoach Jens Härtel bei 24 Saisonsiegen mit Beständigkeit und taktischer Disziplin, steckte auch Rückschläge immer wieder weg.

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