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Geschlechtertrennung : Der schwierige Seitenwechsel im Fußball

  • -Aktualisiert am

Michaela Jessica Tschitschke spielt beim ersten FLTI-Fußballverein in Kreuzberg. Bild: Dana Rösiger

Männlich, weiblich, divers: Seit November darf in Berlin jede Person in einem Fußballteam spielen, mit dessen Geschlecht sie sich identifiziert. Doch der Weg zur Akzeptanz ist weit.

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          Kurz nach einem Spiel mit ihrem Team wurde Michaela Jessica Tschitschke aus ihrem Fußballverein in Brandenburg geworfen. Ohne Grund. Oder zumindest: ohne offiziellen Grund. Bei der Partie hatte es eine Ausweiskontrolle gegeben. Wenig später musste Tschitschke den Verein verlassen. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass das eine nichts mit dem anderen zu tun hatte“, sagt Tschitschke.

          Was war passiert? Michaela Jessica Tschitschke ist „transident“: Biologisch wurde sie als Mann geboren, identifiziert sich aber als Frau. Das kann im Sport Probleme bereiten. Deshalb kam Tschitschke über Umwege zum Fußball: „Eigentlich habe ich immer Floorball gespielt. Aber den Sport durfte ich dann nicht mehr ausüben. Deshalb habe ich mit Fußball angefangen.“ Hier habe sie nach einer sogenannten „Personenstandsänderung“ im Frauenteam spielen dürfen. Nicht überall, aber im Berliner DFC Kreuzberg, wo sie inzwischen als Trainerin tätig ist, fand Tschitschke einen Verein, der sie akzeptiert, wie sie ist.

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