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Generation Foot : Wie Afrikas erfolgreichstes Fußballprojekt funktioniert

  • -Aktualisiert am

Trainer Olivier Perrin und die Schüler von der Generation Foot Academie. Bild: AFP

Das Internat des früheren Profis Mady Touré bringt viele Spieler heraus und damit Transfersummen von mehreren Millionen Euro ein. Massiv profitiert davon auch ein Verein – und Jürgen Klopp.

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          Wie eine Fata Morgana liegt es da, das Camp von Generation Foot. Gut eine Stunde auf staubigen und sandigen Straßen, vorbei an zerschundenen Häusern und riesigen Müllbergen, dauert die Fahrt mit dem Auto. Heraus aus Senegals Hauptstadt-Moloch Dakar, vorbei am erstaunlichen roséfarbenen Lac Rosé bis hin zum Vorort Deni Biram N’Dao, wo plötzlich hinter weiß getünchten Mauern dieser feine Gebäudekomplex des Fußballcamps zu erahnen ist. 16 Hektar groß ist das Gelände des Fußballinternats, das professionell und modern ausgestattet ist: die Gebäude mit den Unterkünften für die Spieler, die Schule, die Fitnessräume, die medizinischen Einrichtungen. Dazu gepflegte Rasenplätze, die ihresgleichen suchen in Senegal.

          Einem Entwicklungsland mit wüstenähnlichem Klima, in dem Fußball für gewöhnlich auf Sand und Stein gespielt wird. Generation Foot, das Fußballinternat des ehemaligen Frankreich-Profis Mady Touré, ist derzeit wohl das erfolgreichste Fußballprojekt Afrikas. Die Ausbildung und der anschließende Verkauf von Spielern wie Papiss Demba Cissé, Diafra Sakho, Fallou Diagne und Ismaila Sarr brachten der Akademie in den vergangenen Jahren Transfersummen von mehreren Millionen Euro ein. Massiv profitierte auch der französische Erstligaklub FC Metz, der an dem Projekt beteiligt ist.

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