https://www.faz.net/-gtl-a1b0p

Skandal um gefälschte Pässe : Ronaldinho bleibt unter Hausarrest

  • Aktualisiert am

Der frühere brasilianische Nationalspieler Ronaldinho bei seiner Ankunft im Hotel Palmaroga im paraguayischen Asuncion, wo er seinen Arrest verbringt. Bild: EPA

Seit Anfang April stehen der Brasilianer und sein Bruder wegen des Gebrauchs gefälschter Pässe in Paraguay unter Hausarrest. Nun wies ein Gericht laut mehreren Medienberichten einen Einspruch gegen die Anklage ab.

          1 Min.

          Der brasilianische frühere Fußball-Star Ronaldinho und sein Bruder sind mit einem Antrag vor Gericht in Paraguay gescheitert und bleiben wegen des Gebrauchs gefälschter Pässe unter Hausarrest. Ein Berufungsgericht in der Hauptstadt Asunción erklärte ihren Einspruch gegen die Anklage vom 6. März für unzulässig, wie örtliche Medien am Samstag übereinstimmend berichteten. Ihre Anwälte hatten demnach beantragt, dass die damalige Entscheidung des Richters, entgegen eines Antrags der Staatsanwaltschaft Anklage zu erheben, für ungültig erklärt werde.

          Der zweimalige Weltfußballer und Weltmeister von 2002, der mit vollem Namen Ronaldo de Assis Moreira heißt, und sein Bruder Roberto waren kurz nach ihrer Einreise nach Paraguay Anfang März mit falschen paraguayischen Ausweisdokumenten erwischt und festgenommen worden. Nach Angaben von Ronaldinho hatten Geschäftspartner ihnen die Pässe bei ihrer Ankunft in dem südamerikanischen Land übergeben. Er habe nicht gewusst, dass die Ausweise illegal gewesen seien. Die Brüder wollten ihm zufolge im Nachbarland ihrer Heimat Brasilien an der Eröffnung eines Kasinos und einer Benefiz-Veranstaltung teilnehmen sowie Werbung für Ronaldinhos Biografie machen.

          Der ehemalige Profi unter anderem des FC Barcelona und des AC Mailand verbrachte 32 Tage – inklusive seines 40. Geburtstags – im Gefängnis. Anfang April wurden er und sein Bruder gegen Zahlung einer Kaution in Höhe von 1,6 Millionen US-Dollar (1,47 Millionen Euro) in den Hausarrest entlassen. Seitdem warten sie in einem Hotel in Asunción das weitere Verfahren ab. Bei einer Verurteilung droht ihnen fünf Jahre Haft. In dem Fall wurde auch gegen weitere Personen Anklage erhoben. Die Ermittler gehen davon aus, dass diese Mitglieder einer kriminellen Bande sind, die sich auf die Fälschung von Ausweisdokumenten spezialisiert hat.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Gotthard-Route : Die Bahn flach halten

          Kühne Gebirgsbahnen sind ein Markenzeichen der Schweiz. Nun aber sind die Eidgenossen stolz auf die Fertigstellung der „Flachlandbahn“ auf der Gotthard-Route. Und Deutschland blamiert sich weiter.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.