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UEFA & Co. unter Druck : Gazprom und die Lebenslüge des Fußballs

Von der Geschichte überholt: Das Champions-League-Finale in Sankt Petersburg wird nicht zu halten sein – die Entscheidung soll an diesem Freitag fallen. Bild: Imago

Gazprom abschalten, sofort – die Forderung liegt auf der Hand. Aber wie konnte es überhaupt dazu kommen, dass der russische Staatskonzern die Puppen in Europas Fußballstadien tanzen lässt?

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          Nach dem russischen Überfall auf die Ukraine wird der Umgang mit dem politisch gesteuerten russischen Energieriesen Gazprom zu einer Gewissens- und Glaubwürdigkeitsfrage im deutschen und europäischen Fußball. Schalke 04 hat am Donnerstag entschieden, im Zweitligaspiel am kommenden Samstag gegen den Karlsruher SC nicht in einem Trikot mit dem Schriftzug des russischen Unternehmens anzutreten, dessen finanzielle Aufwendungen für den hoch verschuldeten Klub von existenzieller Bedeutung sind.

          Michael Horeni
          Fußballkorrespondent Europa in Berlin.

          Die Frage, wie man sich in Kriegszeiten angesichts eines Großsponsors verhält, den die russische Regierung auch als politische Waffe benutzt, wird die Europäische Fußball-Union (UEFA) auf einer außerordentlichen Sitzung ihres Exekutivkomitees an diesem Freitag diskutieren. UEFA-Präsident Aleksander Ceferin hat „angesichts der Entwicklung der Situation zwischen Russland und der Ukraine in den letzten 24 Stunden“ dazu aufgerufen, dort „die Lage zu bewerten und alle nötigen Entscheidungen zu treffen“.

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