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Fußballstar beendet Karriere : Raùl rauscht ab

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Von Schalke verabschiedete sich Raúl schon vor über zwei Jahren Bild: dpa

Nach mehr als zwanzig Jahren im Profifußball beendet Spaniens Stürmerlegende Raúl im November seine Karriere. Neben ehemaligen Weggefährten huldigt auch ein Verein aus der Bundesliga seinem früheren Angreifer.

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          Der frühere Schalker Bundesligastar und langjähriger Spieler von Real Madrid, Raúl, beendet nach der Saison in der North American Soccer League (NASL) im November seine Karriere. „Fußball zu spielen, war so lange ein Teil meines Lebens. Die Entscheidung zurückzutreten, war keine einfache, aber ich denke, es ist der richtige Zeitpunkt“, teilte der mittlerweile 38 Jahre alte Stürmer mit.

          Raúl ist einer der besten Angreifer in der Geschichte des spanischen Fußballs. Er gewann mit Real Madrid dreimal die Champions League und sechsmal die Meisterschaft. Bis heute ist Raúl zusammen mit Cristiano Ronaldo Reals Rekordtorschütze (323 Tore in 741 Spielen). Nach seinem Abgang bei den Madrilenen 2010 spielte er zwei Jahre für Schalke in der Bundesliga, ehe er seine Karriere in Qatar fortsetzte.

          Für Spanien bestritt er 102 Länderspiele und erzielte 44 Tore. Die große Zeit mit den Europameistertiteln 2008 und 2012 sowie dem WM-Titel 2010 erlebte Raúl aber nicht mehr als Teil des Teams. Lange Zeit, bis Madrids Cristiano Ronaldo und Lionel Messi vom FC Barcelona die Rekordlisten übernahmen, war Raúl auch in der europäischen Meisterklasse das Maß der Dinge. Er kam auf 71 Treffer, wurde in den Spielzeiten 1999/2000 und 2000/2001 Torschützenkönig. Im Februar 2009 hatte er auch bei Real die Führung in der Ewigen Torjägerliste alleine übernommen und mit seinem 308. Treffer die Vereins-Legende  Alfredo di Stefano abgelöst.

          Bei New York Cosmos, einem Verein der zweithöchsten nordamerikanischen Profiliga, ist er seit seiner Verpflichtung im Frühjahr auch als Technischer Berater in der Nachwuchs-Akademie tätig. Über seine Zukunft machte Raúl allerdings keine Angaben.

          Nach seiner Rücktrittankündigung haben ehemalige Kollegen und Gegner Raúl in verschiedensten Nachrichten gewürdigt. „Wir wissen alle, was Raúl darstellt, nicht nur für seine Mannschaft, sondern für den Fußball“, sagte der ehemalige französische Nationalspieler David Trezeguet. „Er kommt auf den Platz und verblüfft alle“, meinte der einstige portugiesische Superstar Luís Figo.

          „Eine Ikone“, schrieb auch Raúls ehemaliger Klub Real Madrid, wo der elegante Angerifer am 29. Oktober 1994 sein Debüt im Profifußball gefeiert hatte, bevor er nach sechzehn Jahren bei den Königlichen zu Schalke wechselte „Ein ganz Großer des Fußballs hört auf. Wir sind stolz, dass du unser Trikot getragen hast“, twitterten die Gelsenkirchener am Freitag.

          Auch auf Schalke trug der 1,80 Meter große Angreifer das Trikot mit der Nummer 7. Auch dort eroberte Raúl die Herzen der Zuschauer. Als er nach zwei Jahren, in denen er mit Schalke den DFB-Pokal gewann und bis ins Halbfinale der Champions League einzog, verabschiedet wurde, lobte Vereinsboss Clemens Tönnies: „Du bist der Señor, der als spielerische Größe und Superstar ein Stück Glanz nach Schalke gebracht hat. Wir verlieren ein Gesicht, das unser Image geprägt hat.“

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