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Fußballspruch des Jahres : „Der Schiedsrichter soll Cornflakes zählen gehen“

Immer ehrlich: Jan Löhmannsröben (rechts), hier im Januar in Kaiserslautern Bild: Picture-Alliance

Der Fußballspruch des Jahres wird gesucht. Zur Wahl stehen elf Vorschläge. Lothar Matthäus hat es dieses Mal nicht geschafft, stattdessen ist aber Jürgen Klopp im Rennen – und eine Aussage über Müsli. FAZ.NET zeigt die Nominierten:

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          Dass Lothar Matthäus bei der Wahl zum Fußballspruch des Jahres fehlt, ist eigentlich undenkbar. Aber in diesem Jahr ist der frühere Nationalspieler und derzeitige TV-Experte, der 2018 mit dem schönen Versprecher „Wäre, wäre, Fahrradkette“ vertreten war, nicht unter den elf Nominierten. Diese hat die Jury der Deutschen Akademie für Fußball-Kultur, darunter F.A.Z.-Autor Christian Eichler, auch 2019 wieder zusammengetragen.

          Jan Ehrhardt
          Sportredakteur.

          Gewählt wird der Gewinner des mit 5000 Euro dotierten Preises (das Geld kommt einem gemeinnützigen Zweck zu Gute) jedoch vom Publikum im Rahmen der jährlichen Gala der Akademie am 25. Oktober in Nürnberg. Dann werden jedoch nur noch vier Möglichkeiten zur Auswahl stehen, die zehn Tage zuvor neben den Plazierungen der restlichen Nominierten bekanntgegeben werden. FAZ.NET hat die Sprüche in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet:

          Bibiana Steinhaus: „Die Zustimmungsrate für das was ich tue, ist berechenbar: Elf sind dafür, elf sind dagegen.“ (Das sagte die Bundesligaschiedsrichterin in einem Interview mit dem Magazin „Barbara“.)

          Christian Spiller: „Luka Modrić wurde also wegen Steuerhinterziehung verurteilt. Das war der letzte nötige Schritt, um endlich auch Weltfußballer zu werden.“ (Dem Tweet des Zeit-Journalisten folgte im selben Jahr tatsächlich die Auszeichnung Modrićs mit dem Ballon d'Or.)

          Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt: „Der Meteorit, der während der Mondfinsternis auf dem Mond eingeschlagen ist, hat wohl die Größe eines Fußballs gehabt. Wir können allerdings noch nicht abschließend bestätigen, dass es sich um den Elfmeter von Uli Hoeneß aus Belgrad gehandelt hat.“ (In diesem Tweet wird auf den berühmten verschossenen Elfmeter während des EM-Finales 1976 angespielt. Hoeneß setzte seinen Versuch deutlich über die Latte.)

          Horst Hrubesch: „Alle fragen immer, was der Unterschied zwischen den Mädels und Jungs ist: Es gibt keinen.“ (Der Fußballtrainer antwortete auf eine Frage mit Blick auf seine Tätigkeiten als Nationaltrainer bei Frauen und Männern.)

          Imke Wübbenhorst: „Ich bin Profi. Ich stelle nach Schwanzlänge auf.“ (Die erste Trainerin einer Oberligamannschaft der Männer auf die Frage, ob sie eine Sirene auf dem Kopf tragen werde, damit ihre Spieler schnell noch eine Hose anziehen könnten, bevor sie in die Kabine komme.)

          Jan Löhmannsröben: „Wenn das ein Schiri ist – weiß ich nicht, Digger – soll der Cornflakes zählen gehen.“ (Der damalige Spieler des 1. FC Kaiserslautern beklagt sich über ein nicht gegebenes Foulspiel, in dessen Folge ein Elfmeter für den FSV Zwickau gepfiffen wurde und es so zum späten Ausgleich kam.)

          Jürgen Klopp: „Ich hatte noch nie schon mit Anpfiff so viel Übergewicht im Mittelfeld.“ (Als Trainer der „BVB-Allstars“ gab er beim Abschiedsspiel von Roman Weidenfeller dieses Statement von sich.)

          Leon Goretzka: „Ich bin ein Kind des Ruhrgebiets. Da antwortet man auf die Frage nach der Nationalität mit Schalke, Dortmund oder Bochum.“ (Reaktion des Nationalspielers auf die rassistischen Äußerungen einiger Fans beim Spiel der deutschen Mannschaft gegen Serbien in Wolfsburg.)

          Martina Voss-Tecklenburg: „Die Fußballlehrerinnen sind für die Jobs im Männerbereich bereit. Die Männerwelt aber noch nicht.“ (Deutschlands Nationaltrainerin der Frauen. Bei der WM in diesem Jahr schied sie mit ihrem Team im Viertelfinale aus.)

          Renato Steffen: „Das kann schon einen Schub geben. Aber ich kann ja jetzt nicht jede Woche ein Kind bekommen. Ich muss probieren, das irgendwie anders zu kompensieren.“ (Nach seinem ersten Bundesliga-Tor antwortete der Wolfsburg-Profi auf die Frage, ob die Geburt seines Sohnes seine Leistung beeinflusst habe.)

          Thomas Delaney: „Es gibt ganz viele junge Spieler. Manchmal ist es wie Gassi gehen mit zehn Hunden.“ (So schilderte der Spieler von Borussia Dortmund seine Aufgabe in der jungen Mannschaft.)

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