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Fußball in Spanien : Früherer Nationalspieler Reyes tödlich verunglückt

  • Aktualisiert am

José Antonio Reyes (1983 - 2019) Bild: Picture-Alliance

Der Fußball in Spanien trauert um einen ehemaligen Nationalspieler. José Antonio Reyes stirbt bei einem Autounfall. Der Offensivspieler hatte vor allem bei Arsenal und Sevilla Erfolg und wurde nur 35 Jahre alt.

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          José Antonio Reyes ist tot. Der spanische Fußballspieler verunglückte bei einem Autounfall tödlich. Das teilte sein früherer Verein FC Sevilla am Samstagmittag mit. Reyes wurde 35 Jahre alt. Er kam am Samstag nach einer Kollision mit einem anderen Fahrzeug in der Nähe seiner Heimatstadt Sevilla ums Leben. „Wir könnten keine schlechteren Nachrichten bestätigen. Der geliebte Sevilla-Star José Antonio Reyes ist bei einem Verkehrsunfall gestorben. Ruhe in Frieden“, twitterte sein Heimatklub FC Sevilla. Dort hatte er im Alter von 16 Jahren sein Profi-Debüt gegeben – als bisher jüngster Spieler der Vereinsgeschichte.

          Bei dem Unfall war auch ein Neffe von Reyes gestorben, wie der Stadtrat Utrera mitteilte. Am Nachmittag starb auch der dritte Insasse des Unfallwagens, wie Medien unter Berufung auf Krankenhausquellen berichteten. Es soll sich um einen weiteren Neffen handeln, der schwere Verbrennungen erlitten habe. Utreras Bürgermeister José María Villalobos ordnete zwei Trauertage an und ließ die Fahnen auf halbmast setzen. Das für Sonntag angesetzte Zweitligaspiel zwischen Reyes' Klub Extremadura und Cádiz wurde auf Dienstag verschoben.

          Vor dem Champions-League-Finale am Samstag (21.00 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Champions League, bei Sky und DAZN) in Madrid zwischen dem FC Liverpool und Tottenham Hutspur soll es eine Schweigeminute geben, wie der Europäische Fußballverband Uefa mitteilte. „Er hatte eine glänzende Karriere und gewann zahlreiche Auszeichnungen, wo immer er spielte, und ich bin schockiert und traurig, dass sein Leben so tragisch verkürzt wurde“, sagte Uefa-Präsident Aleksander Ceferin in einer Mitteilung.

          Reyes begann seine Karriere beim FC Sevilla und wechselte 2004 für eine Summe von 20 Millionen Euro in die englische Premier League zum FC Arsenal. Mit den Londonern gewann Reyes die Premier League (2004) und den FA Cup (2005). 2006 wurde der Flügelspieler für ein Jahr zu Real Madrid ausgeliehen und sicherte den Königlichen mit zwei Toren im letzten Spiel gegen RCD Mallorca (3:1) den 30. Meistertitel. Danach spielte er fünf Jahre für bei Atlético Madrid, ehe er zum FC Sevilla zurückkehrte. Nach vier Spielzeiten dort, inklusive einer Leihe zu Benfica Lissabon, ging er 2016 zu Espanyol Barcelona. Zuletzt war Reyes in der zweiten spanischen Liga bei UD Extremadura im Einsatz.

          Für die spanische Nationalmannschaft absolvierte er 21 Partien und erzielte vier Tore. Nach der WM 2006 in Deutschland, bei der er einen Einsatz hatte, wurde er aber nicht mehr berufen. Reyes gewann fünf Mal die Europa League (2010 und 2012 mit Atlético, 2014 bis 2016 mit Sevilla) und wurde nicht nur Meister in England, sondern auch mit Real Madrid in Spanien. Reyes gehörte bei den Gunners zu den legendären „Unbesiegbaren“, die in der kompletten Premier-League-Saison 2003/2004 nicht verloren.

          Die spanische Fußballwelt zeigte sich schockiert. Real-Madrid-Kapitän Sergio Ramos schrieb auf Twitter: „Ich bin am Boden zerstört. Ich habe keine Worte. Wir werden uns immer an Dich erinnern, Freund!“ Der Fußballverband RFEF zeigte sich in einer Mitteilung ebenso betroffen wie La Liga, die Reyes als „historischen Spieler“ würdigte. Auch zahlreiche Klubs aus England und der Europäische Verband Uefa kondolierten. „Ich bin am Boden zerstört. Er war ein wundervoller Spieler, unglaublicher Teamkollege und außergewöhnlicher Mensch“, schrieb sein ehemaliger Arsenal-Mitspieler Thierry Henry bei Twitter.

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