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Fußballer des Jahres 2016 : Deutschlands ausgezeichneter Nachbar

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Zeit für Luftsprünge: Jérôme Boateng ist Fußballer des Jahres 2016. Bild: dpa

Man muss kein Stürmer sein, um Deutschlands Fußballer des Jahres zu werden. Bei den Frauen fällt die Wahl auf eine Torjägerin. Und auch ein Trainer ohne Titel ist für eine Auszeichnung gut.

          Jérôme Boateng ist Fußballer des Jahres 2016. Der Abwehrchef des FC Bayern München setzte sich bei der vom Fachmagazin „Kicker“ unter Sportjournalisten durchgeführten Wahl mit 163 Stimmen deutlich vor seinen Teamkollegen Thomas Müller (95) und Robert Lewandowski (90) durch. Boateng folgt auf den früheren Wolfsburger Kevin De Bruyne, der die seit 1960 ausgerichtete Wahl im Vorjahr gewonnen hatte. Als bester Nicht-Bayern-Profi kam Toni Kroos (68) von Real Madrid auf Platz vier.

          „Ich kann gar nicht beschreiben, was mir da für Gedanken durch den Kopf gehen. Natürlich bin ich unglaublich stolz, dass ich so etwas erreichen konnte“, sagte Boateng in einem am Montag im „Kicker“ erscheinenden Interview. Der 27-Jährige ist der erste Verteidiger seit Jürgen Kohler 1997, der diese Auszeichnung bekommt.

          Nichtabstiegsprämie: Dirk Schuster ist Trainer des Jahres.

          Den Titel als Trainer des Jahres gewann Dirk Schuster für seine Arbeit bei Bundesligaaufsteiger Darmstadt 98. Der neue Augsburg-Coach setzte sich mit 256 Stimmen vor Dortmunds Trainer Thomas Tuchel (134) und dem ehemaligen Bayern-Coach Pep Guardiola (54) durch. Bundestrainer Joachim Löw (19) landete auf Platz sechs.

          Alexandra Popp vor Mandy Islaker

          Zur Fußballerin des Jahres wurde Alexandra Popp (109) gekürt. Die Angreiferin vom VfL Wolfsburg, derzeit bei Olympia in Rio aktiv, gewann vor Mandy Islacker (1. FFC Frankfurt/63) und Melanie Behringer (Bayern München/42).

          Fußballspielerin des Jahres: Alexandra Popp

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