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Fußball-WM-Qualifikation : Warum Qatar in Europa mitspielen darf

Nasser Al Khater, Geschäftsführer des Organisationskomitees der Fußball WM 2022 Bild: dpa

Die Fußball-WM findet 2022 in Qatar statt. Bei der Qualifikationsrunde mischt der bereits qualifizierte Wüstenstaat trotzdem mit – in europäischen Stadien. So wächst Qatars Einfluss im europäischen Fußball weiter.

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          Ausrichter Qatar nimmt außer Konkurrenz an der europäischen Qualifikation zur Fußball-Weltmeisterschaft 2022 teil. In Gruppe A trifft Qatar auf Europameister Portugal, Serbien, Irland, Luxemburg und Aserbaidschan. Die Aufnahme solle das Team des Asienmeisters bei der Vorbereitung auf das Turnier vom 21. November bis zum 18. Dezember 2022 „unterstützen“, schrieb die Europäische Fußball-Union (Uefa), bei der Nasser Al Khelaifi, qatarischer Geschäftsmann im Ministerrang seiner Heimat, Vorstandsvorsitzender von Paris St. Germain und beIN Sports, in der Exekutive sitzt.

          Qatar ist als Gastgeber automatisch für das Weltturnier qualifiziert. Aus dem Umfeld der Uefa hieß es, es gebe für den europäischen Verband keine finanzielle oder andere Gegenleistung. Allerdings werden die Qatarer ihre „Heimspiele“ in europäischen Stadien austragen und diese zu diesem Zweck anmieten.

          Für Stadionbetreiber, unter ihnen nicht zuletzt auch Spitzenklubs, deren Einnahmen-Ausgaben-Bilanzen durch die Corona-Pandemie immer weiter in Schieflage geraten, könnte sich ein unverhoffter Plusposten auftun. Mancher spricht von einer „Win-win-Situation“. Die Qatarer dürften das nicht nur mit Blick auf den sportlichen Gewinn so sehen. Ihr Einfluss im europäischen Spiel wächst weiter.

          Die Uefa ist dabei nicht der einzige Verband, der die Qatarer mitspielen lässt. Bei der Copa América trat die Mannschaft 2019 an, im kommenden Jahr soll sie wieder dabei sein. Auch am Gold Cup 2021 nimmt Qatar teil.

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