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Fußball-WM-Qualifikation : Österreich erster Deutschland-Verfolger

  • Aktualisiert am

Österreichs Marko Arnautovic im Zweikampf mit Schwedens Mikael Lustig Bild: dpa

Österreich und Irland bleiben an Deutschland dran. Dennoch geht das DFB-Team mit fünf Punkten Vorsprung in die Sommerpause. Belgien steht vor einem Comeback auf der Weltbühne des Fußballs, Bosnien-Hercegovina vor dem Debüt.

          Österreich bleibt erster Verfolger der deutschen Fußball-Nationalmannschaft auf dem Weg zur WM 2014 in Brasilien. Das Austria-Team gewann am Freitag in Wien mit 2:1 gegen Schweden und festigte in der Gruppe C mit elf Punkten Platz zwei hinter der diesmal spielfreien DFB-Auswahl (16). Die Skandinavier fielen mit acht Zählern auf Rang vier hinter Irland (11) zurück, das die Färöer mit 3:0 bezwang. Schweden kann am Dienstag mit einem Heimsieg gegen die Insel-Kicker vor der Sommerpause auch noch auf elf Punkte kommen.

          Ein Elfmetertor von Bayern-Abwehrspieler und Champions-League-Sieger David Alaba (26. Minute) und der Treffer von Marc Janko (32.) lassen die Österreicher weiter von der ersten WM-Teilnahme seit 1998 träumen. Johan Elmander (82.) gelang nur noch der Anschluss. In Dublin machte der neue irische Rekord-Nationalspieler Robbie Keane mit drei Toren (5./56./81.) den Erfolg gegen den Außenseiter aus dem Nordatlantik perfekt.

          Nach dem Sieg gegen Russland: Portugals Cristiano Ronaldo umarmt seinen Mitspieler Joao Pereira

          Portugal hält in der WM-Qualifikation wieder alle Trümpfe in der Hand. Das Team von Trainer Paulo Bento gewann in Lissabon mit 1:0 gegen Russland und löste die Sbornaja vor der Sommerpause als Spitzenreiter der Gruppe F ab. Allerdings haben die erstmals in der WM-Ausscheidung bezwungenen Russen zwei Spiele weniger bestritten. Helder Postiga (9.) erzielte das Siegtor für die Portugiesen, die die Tabelle mit 14 Punkten vor Russland (12) und Israel (11) anführen.

          Der vierfache Weltmeister Italien hielt durch ein torloses Unentschieden in Prag gegen Tschechien Kurs auf die Endrunde im kommenden Jahr. Nach einer Gelb-Roten Karte für Mario Balotelli (72.) überzeugte bei der Generalprobe für den in einer Woche beginnenden Confederations Cup vor allem die Abwehr der Azzurri, die mit 14 Zählern Platz eins in der Gruppe B festigten.

          Rot in Prag: Mario Balotelli muss beim Spiel gegen Tschechien in der 72. Minute vom Platz

          In der Gruppe A ist Belgien nach dem 2:1 gegen Serbien zumindest Platz zwei und damit die Teilnahme an der Relegation schon sicher. Der von mehreren Clubs umworbene Bremer Kevin De Bruyne (13.) hielt die „Roten Teufel“ mit seinem Führungstor in Brüssel auf WM-Kurs. Mit 19 Punkten setzte sich das zuletzt 2002 für eine WM qualifizierte Belgien von Kroatien (16) ab, das in Zagreb eine überraschende 0:1-Heimniederlage gegen Schottland kassierte. Albanien verpasste mit dem 1:1 gegen Norwegen die Chance, die Schweiz vorerst als Spitzenreiter der Gruppe E abzulösen. Die Eidgenossen bestreiten ihre Partie gegen Zypern erst an diesem Samstag.

          Eine mögliche Vorentscheidung im Kampf um das WM-Ticket vergab Montenegro in der Gruppe H mit dem 0:4 gegen die Ukraine. Denis Garmasch (52.), Jewgeni Konopljanka (77.), Artem Fedetsky (85.) und Roman Bezus (90.) machten die Überraschung in Podgorica perfekt. Montenegro (14) verpasste damit die Chance, sich von Verfolger England (12) abzusetzen. Auch die Ukrainer (11) wittern nun wieder ihre Chance. Polen (9) ist nach dem 1:1 in Moldau wohl aus dem WM-Rennen. Das Tor von BVB-Profi Jakub Blaszczykowski (7.) reichte in Chisinau nicht zum Sieg.

          Bosnien-Hercegovina kam der ersten WM-Teilnahme ein großes Stück näher. Die Elf vom Balkan gewann in Riga mit 5:0 gegen Lettland und baute mit 16 Punkten ihre Führung in der Gruppe G weiter aus. Unter den Torschützen waren auch Bundesliga-Profi Vedad Ibisevic vom VfB Stuttgart und der frühere Wolfsburger Edin Dzeko. Griechenland (13) behauptete den zweiten Rang durch einen 1:0-Sieg in Vilnius gegen Litauen. Dagegen erhielten die WM-Ambitionen der Slowakei (9) durch das blamable 1:1 in Vaduz gegen Liechtenstein einen empfindlichen Dämpfer.

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