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Teures Vergnügen für Fans : Qatar führt vor Fußball-WM „Sündensteuer“ ein

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In knapp vier Jahren findet die Fußball-WM 2022 in Qatar statt. Bild: Picture-Alliance

Für viele gehört ein Bier zum Fußball. Doch in Qatar ist der Konsum von Alkohol in der Öffentlichkeit strikt verboten. Dazu erhöht das Land der Fußball-WM nun auch noch die Preise – nicht nur für Bier.

          Knapp 90 Euro für eine Palette Bier: Die WM 2022 in Qatar kann für Fußballfans zum teuren Vergnügen werden. Der Wüstenstaat hat zum 1. Januar 2019 eine so genannte „Sündensteuer“ eingeführt, Alkohol ist dadurch ein besonders kostspieliges Vergnügen im WM-Gastgeberland. Vor wenigen Wochen hatte Qatar in seiner jährlichen Haushaltserklärung angekündigt, eine Abgabe auf „gesundheitsschädliche Güter“ einzuführen.

          Die Katar Distribution Company, das einzige Alkohol vertreibende Unternehmen des Landes, veröffentlichte eine 30-seitige Liste mit neuen Preisen für Bier, Wein und Spirituosen. Ein Regierungssprecher bestätigte die Preiserhöhungen auf Nachfrage der Nachrichtenagentur AFP. Eine Flasche Gin kostet nun rund 80 Euro, eine Palette Bier (24 mal 0,33 Liter) gut 90. Zudem sind auch Energy Drinks, Zigaretten und Produkte mit Schweinefleisch von der neuen „Sündensteuer“ betroffen.

          In Qatar wird Alkohol in lizenzierten Bars, Klubs und Hotels ausgeschenkt, grundsätzlich ist Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit jedoch strikt verboten und wird rund um die WM in vier Jahren ein heikles Thema werden. Die Turnierveranstalter verkündeten bereits, dass zum Turnier Alkohol für die Fans in ausgewählten Fanzonen zur Verfügung stehen wird, aus Respekt vor den Traditionen des Landes jedoch nicht in öffentlichen Bereichen. Ob Bier in den Stadien angeboten werden wird, ist noch unklar.

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