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Fußball-WM 2014 : Keine Spiele bei RTL und Sky

  • Aktualisiert am

Bunte Bilder aus Brasilien: RTL und Sky verzichten auf Live-Übertragungen von der Fußball-WM 2014 Bild: obs

RTL und Sky werden keine Spiele der Fußball-WM 2014 übertragen. Die Rechte für den deutschen Markt liegen bei den öffentlich-rechtlichen Sendern. Das ZDF verzichtet auf eine Heimatbühne.

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          RTL wird im kommenden Jahr keine Spiele der Fußball-Weltmeisterschaft übertragen. Nachdem der private TV-Sender insgesamt 17 Spiele der Titelkämpfe in Deutschland 2006 und Südafrika 2010 live gezeigt hatte, verzichtet er nun auf das Turnier in Brasilien. Das bestätigte ein RTL-Sprecher am Dienstag. Auch der Pay-TV-Sender Sky zeigt 2014 keine WM-Spiele. Die Rechte für den deutschen Markt liegen bei ARD und ZDF.

          Deren Agentur SportA bietet Rechte zur Sublizenzierung an. Ob nun tatsächlich alle 64 Spiele bei den beiden öffentlich-rechtlichen Sendern gezeigt werden, steht noch nicht endgültig fest. Das Verfahren läuft noch.

          News-Access-Rechte gesichert

          Ein wesentlicher Grund für den Verzicht von RTL und Sky dürften die Kosten sein. „Wir haben uns durch den Erwerb der Rechte für die Qualifikationsspiele für die EM 2016 und die WM 2018 eindeutig positioniert“, heißt es bei RTL. Der Sender hat allerdings für die WM in Brasilien sogenannte News-Access-Rechte erworben und wird bewegte Bilder der Spiele in Nachrichtensendungen anbieten. 2006 hatte RTL acht und 2010 neun WM-Partien live übertragen. Die Top-Spiele liefen allerdings bei ARD und ZDF.

          Sky setzt im kommenden Jahr ebenfalls auf News-Access-Rechte. Der Pay-TV-Sender, der unter dem Namen Premiere dreimal in Folge live von Fußball-Weltmeisterschaften berichtet hatte, setzt vor allem auf seinen Nachrichtenkanal Sky Sport News HD. Aufgrund der umfassenden Berichterstattung im frei empfangbaren Fernsehen fehle die Exklusivität, erklärte ein Sky-Sprecher zu dem Verzicht auf Live-Bilder.

          Keine Heimatbühne des ZDF

          Angesichts der Kosten und der Zeitverschiebung spart auch das ZDF und bespielt keine aufwendige Heimatbühne mehr. „Das würde bei einer WM in Südamerika auch nicht unbedingt Sinn machen“, teilte ein ZDF-Sprecher in Mainz mit. Zuvor hatte der „Spiegel“ darüber berichtet. „Auch bei der WM 2010 in Südafrika wurde auf eine solche Präsentationsform verzichtet“, ergänzte der Sprecher. Er verwies mit Blick auf den Fußball-Wettbewerb in Brasilien auf die Kosten, die Entfernung und die Zeitverschiebung.

          ZDF und ARD würden bei der WM 2014 auch aus Kostengründen ein gemeinsames Studio nutzen. 2006 bei der WM in Deutschland, 2008 bei der Europameisterschaft Österreich/Schweiz und 2012 bei der EM Polen/Ukraine gab es Heimatbühnen in Berlin, Bregenz am Bodensee sowie auf der Ostsee-Insel Usedom. Die abgelegene Strandbühne von Usedom im vergangenen Jahr galt allerdings nicht mehr als Erfolg.

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