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Fußball : Stuttgart zittert sich in die Europa League

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Viel Krampf, viel schwer’: Stuttgarts Ibrahima Traoré gegen Romario Kotzorg Bild: dpa

Mit einem torlosen Remis gegen den bulgarischen Tabellenführer Botew Plowdiw darf an den Playoffs der Europa League teilnehmen. Glück hatten die Schwaben, als ein Treffer der Bulgaren wegen Abseits aberkannt wurde.

          Der VfB Stuttgart hat sich nur mit Mühe in die Playoffs der Europa League gezittert und auch im dritten Pflichtspiel der Saison enttäuscht. Ein mageres 0:0 gegen Botew Plowdiw reichte dem schwäbischen Fußball-Bundesligisten nach dem 1:1 im Hinspiel beim bulgarischen Tabellenführer. Die Mannschaft von Bruno Labbadia hatte am Donnerstag in Aspach vor 7.000 Zuschauern zudem Glück, als ein Gäste-Treffer wegen Abseits nicht anerkannt wurde. Die Playoffs am 22. und 29. August werden an diesem Freitag (13.30 Uhr) in Nyon (Schweiz) ausgelost. Neben dem VfB ist auch Eintracht Frankfurt im Lostopf.

          In die schwäbische Provinz musste der VfB ausweichen, da in der Stuttgarter Heimstätte Mercedes-Benz-Arena bereits die Vorbereitungen für das Konzert von Popstar Robbie Williams liefen. Torjäger Vedad Ibisevic, der bislang alle VfB-Pflichtspieltreffer erzielt hatte, nahm nach Knöchelproblemen auf der Bank der schmucken Arena ohne Anzeigentafel Platz. Für den Bosnier kam Neuverpflichtung Mohammed Abdellaoue zu seinem Startelfdebüt in einem Pflichtspiel. Neben dem Norweger agierte Cacau als hängende Spitze im 4-4-2-System.

          Die Bulgaren begannen offensiv, der VfB kam in der Anfangsphase jeweils nach Vorarbeit von Ibrahima Traoré durch Georg Niedermeier und Cacau gefährlich vor das gegnerische Tor. Ansonsten lief in Plowdiws Hälfte nicht viel zusammen, abgesehen von Standardsituationen. Die Gäste konterten gefällig und waren dem Tor näher als der VfB. In der 33. Minute verpassten gleich mehrere Bulgaren die nicht unverdiente Führung, und die Fans skandierten „Aufwachen, Aufwachen“. Das nahm sich Alexandru Maxim zu Herzen: Im Gegenzug konnte der Rumäne die schöne Flanke von Gotoku Sakai per Kopf aber nicht verwerten.

          Das Spiel nahm weiter Fahrt auf: VfB-Schlussmann Sven Ulreich vereitelte gegen Romario Kortzorg erneut einen Rückstand, auf der Gegenseite vergab Abdellaoue ebenfalls eine sehr gute Möglichkeit. Insgesamt waren die Schwaben mit dem Unentschieden zur Halbzeit noch gut bedient. „Das war nicht ganz so toll“, sagte der neue VfB-Präsident Bernd Wahler und hoffte auf eine Steigerung in der zweiten Halbzeit.

          Der für Maxim eingewechselte Martin Harnik brachte mehr Schwung in die VfB-Offensive, erneut Abdellaoue und Cacau (62.) konnten dessen gute Vorarbeit aber nicht nutzen. Pech hatte Niedermeier, der erst den Ball leichtfertig verlor, sich bei der Aktion am Knie verletzte und vom Platz musste. Glück hingegen hatte der VfB in der Schlussphase: Erst versagte Schiedsrichter Jan Valasek (Slowakei) dem Treffer von Boban Grncarow wegen Abseits die Anerkennung (74.), wenig später musste Kapitän Serdar Tasci nach Patzer des eingewechselten Antonio Rüdiger retten. Der agile Traoré vergab dann kurz vor Schluss (85.) den unterm Strich unverdienten Stuttgarter Siegtreffer. In der Nachspielzeit verpasste Plowdiws eingewechselter Luis Pedro den bulgarischen Siegtreffer - Ulreich rettete.

          VfB Stuttgart - Botew Plowdiw 0:0

          VfB Stuttgart: Ulreich - Schwaab, Tasci, Niedermeier (64. Rüdiger), Sakai - Gentner, Boka - Cacau, Maxim (46. Harnik), Traoré - Abdellaoue (79. Ibisevic)

          Botew Plowdiw: Stachowiak - Hristow, Sprockel, Grncarov, Minew - Galchew, Jirsak - Nedelew, Anicet (69. Domowchijski), Kortzorg (85. Pedro) - Ognjanow (80. Kostow)

          Schiedsrichter: Valasek (Slowakei)
          Zuschauer: 7500 Gelbe Karten: Maxim, Tasci, Traoré / Kortzorg, Minew, Stachowiak

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