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Fußball : Senegals Trainer Metsu gestorben

  • Aktualisiert am

Bruno Metsu: 1954-2013 Bild: AFP

Der französische Fußball-Trainer Bruno Metsu ist im Alter von nur 59 Jahren an Krebs gestorben. Metsu wurde als Coach des Senegals bekannt, mit der er bei der Fußball-WM 2002 das Viertelfinale erreicht hatte.

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          Die Fußball-Welt trauert um Bruno Metsu. Der frühere Trainer von Senegals Nationalmannschaft sei am frühen Dienstagmorgen in Dünkirchen im Alter von 59 Jahren an Krebs gestorben, bestätigten Freunde und Verwandte einen entsprechenden Bericht der Zeitung „La Voix du Nord“. Der Fußball-Weltverband Fifa drückte sein Beileid aus.

          Der Franzose Metsu hatte mit dem Senegal bei der WM 2002 in Japan und Südkorea den damaligen Weltmeister Frankreich im Eröffnungsspiel mit 1:0 bezwungen und überraschend das Viertelfinale des Turniers erreicht. In der Runde der letzten Acht waren die Afrikaner erst in der Verlängerung an der Türkei gescheitert.

          Der frühere Mittelfeldspieler von Valenciennes, OSC Lille und OGC Nizza hatte zudem die Nationalmannschaften der Vereinigten Arabischen Emirate und von Katar betreut. Im Sommer 2012 hatte Metsu bei Al-Wass in Dubai die Nachfolge von Fußball-Legende Diego Maradona angetreten, den Job aber wegen der Krankheit schon nach wenigen Monaten aufgeben müssen.

          Bruno Metsu: „... man hat mir drei Monate gegeben“

          Erst im Juli hatte Metsu im Interview der französischen Sportzeitung „L’Équipe“ seine schwere Krankheit enthüllt. Er habe vom Krebs erfahren, nachdem er sich bei einem Spiel unwohl gefühlt und daher einer medizinischen Untersuchung unterzogen habe. „Ich gehe hin und mache ein paar Bluttests und der Kerl (Arzt) sagt mir ohne jede Vorwarnung: 'Sie haben eine Krebserkrankung im Terminalstadium. Enddarm-, Leber- und Lungenkrebs' ... man hat mir drei Monate gegeben. Das war ein Riesenschock.“

          Hervé Beddeleem, Direktor des Basketballvereins BCM Gravelines-Dunkerque und enger Freund Metsus, reagierte mit großer Bestürzung. „Ich bin erschüttert. Bruno hatte alles, um glücklich zu sein. Eine beispielhafte Karriere, ein gutes Leben, Geld, alles, um mit seiner Frau und seinen Kindern glücklich zu sein. Und der Krebs hat ihn dahingerafft, das ist unglaublich.“

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