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Rudi Völler spricht Klartext : „Das ist sein Verdienst“

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Voll des Lobes für Bayer-Trainer Peter Bosz: Leverkusens Geschäftsführer Sport, Rudi Völler Bild: dpa

Mit Trainer Peter Bosz hat sich bei Bayer Leverkusen der Wind gedreht. Die Mannschaft kämpft, gibt nicht auf bei Rückschlägen und spielt richtig guten Fußball. Die nächste Runde in der Europa League ist vorzeitig erreicht.

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          Die neue Sieger-Mentalität bringt erste Erfolge. Mit dem vorzeitigen Einzug in die nächste Europa-League-Runde gibt sich aber bei Bayer Leverkusen niemand mehr zufrieden. „Man muss sich große Ziele setzen. Natürlich wollen wir die Europa League gewinnen“, sagte Torschütze Aleksandar Dragovic nach dem 3:2 (2:1)-Erfolg bei OGC Nizza und dem Sichern des – mindestens – zweiten Gruppenplatzes. Doch damit ist für Trainer Peter Bosz die Gruppenphase noch nicht beendet. „Wir wollen Erster werden, darum müssen wir das letzte Spiel gegen Slavia Prag nächste Woche gewinnen“, sagte der Coach.

          Europa League

          Mit nur einer Niederlage aus den ersten 15 Pflichtspielen der Saison haben die Leverkusener einen beeindruckenden Start hingelegt. Die wichtigste Erkenntnis dabei: Die Mannschaft gewinnt auch nach Rückständen und anderen Rückschlägen. So dominierte Bayer in Nizza zwar über die gesamte Spielzeit, musste aber jeweils nach Führung durch Moussa Diaby (22.) und Dragovic (32.) den Ausgleich hinnehmen, ehe Julian Baumgartlinger den Siegtreffer erzielte (51.). „Wir haben auch nach jedem Rückschlag weiter an uns geglaubt“, sagte Dragovic.

          „Wichtig für eine Mannschaft“

          „Mit dieser Comeback-Qualität bin ich sehr zufrieden. Das ist sehr wichtig für eine Mannschaft, dass sie bei Rückstand den Kopf nicht hängen lässt und weitermacht. Wir sind von der Mentalität her sehr stark momentan“, sagte Bosz, der großen Anteil an dieser neuen Mentalität hat. „Er hat ein paar Dinge geändert. Die Mannschaft hat gelernt zu verteidigen. Wir sind sehr gut aufgestellt. Das ist sein Verdienst“, sagte Geschäftsführer Rudi Völler beim TV-Sender Nitro.

          Dabei waren die Leverkusener mit dem letzten Aufgebot in Nizza angetreten. Acht Spieler standen nicht zur Verfügung, nicht alle im Kader waren richtig fit. Am Ende kamen mit Emrehan Gedikli und Cem Tuna Türkmen zwei 17 Jahre alte Nachwuchsspieler zum Einsatz.

          „Das ist super für den Verein und die beiden Jungs. Mit dem eingewechselten Florian Wirtz hatten wir am Ende drei ganze junge Spieler auf dem Platz“, erklärte Bosz, der vor dem nächsten Bundesligaspiel am Sonntag (18.00 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Bundesliga sowie bei Sky) beim FC Schalke 04 nur ganz wenigen Spielern etwas Erholung gönnen konnte. Lars Bender und Patrik Schick wurden wie zuvor abgesprochen nach 45 Minuten rausgenommen, Edmond Tapsoba kam nach seiner Corona-Pause zu ersten Spielminuten.

          Die Verlegung der Pokalpartie gegen Eintracht Frankfurt vom 23. Dezember auf den 12. Januar kommt da sehr gelegen. Dadurch können die im zurückliegenden Sommer durch Pokalfinale und Europa League besonders beanspruchten Leverkusener eine etwas längere Pause vor Weihnachten einplanen. „Das ist eine gerechte Entscheidung“, sagte Völler. „Und wir sind sehr froh darüber.“

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