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Verlängerte Fernseh-Rechte : Premier League schließt neuen Milliarden-Deal ab

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Fernsehrechte in England: allen kartellrechtlichen Bedenken zum Trotz keine Neu-Ausschreibung. Bild: dpa

Die reichste Liga der Welt muss trotz Corona keine Einbußen bei den TV-Rechten in den kommenden vier Jahren hinnehmen. Die britische Regierung ist an dem Deal beteiligt.

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          Die englische Premier League hat einen in Zeiten der Pandemie bemerkenswerten TV-Deal abgeschlossen. Die reichste Liga der Welt erhält von ihren vier Fernsehpartnern (Sky Sports, BT Sport, Amazon Prime Video und BBC Sport) für den Zeitraum 2022 bis 2025 abermals 4,7 Milliarden Pfund (5,5 Milliarden Euro) und muss damit keine finanziellen Einbußen hinnehmen.

          Ermöglicht wurde die neue Übereinkunft von der britischen Regierung, die allen kartellrechtlichen Bedenken zum Trotz eine Umgehung der sonst üblichen Neu-Ausschreibung der Rechte zugunsten einer Vertragsverlängerung erlaubte. Für den Fall einer Neu-Vergabe hatten Experten einen Einnahme-Einbruch in Höhe von satten 500 bis 900 Millionen Pfund (581 Millionen bis 1,05 Milliarden Euro) vorhergesagt.

          Erleichtert wurde der Regierung ihre Zustimmung durch eine Bonus-Zahlung von weiteren 100 Millionen Pfund (116 Millionen Euro) über vier Jahre zusätzlich zu den ohnehin für jede Saison vorgesehenen 140 Millionen Pfund (163 Millionen Euro). Das Geld soll über 1000 von den Corona-Schäden besonders stark betroffenen Klubs an der Basis ebenso zugutekommen wie der Forschung, Fan- und Antidiskriminierungsarbeit.

          Die Pandemie hat die englischen Vereine Medienberichten zufolge bereits zwei Milliarden Pfund (2,32 Milliarden Euro) gekostet. Premier-League-Chef Richard Masters betonte vor diesem Hintergrund, die Vertragsverlängerung „verringert die Unsicherheit, sorgt für Stabilität und steigert die Zuversicht in der Fußball-Pyramide“.

          Im Zuge des Deals wird es auch eine Erleichterung für die Europacup-Teilnehmer geben: BT Sport kündigte an, das vielfach kritisierte Spiel am Samstagmittag für die betroffenen Klubs auf den Abend zu verlegen.

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