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Eurogoals: FAZ.NET mit DAZN : Pause für Messi – Eklat um Mourinho

Lionel Messi zog sich einen Bruch des Arms zu und fällt vorerst aus. Bild: EPA

Große Not vor dem Clásico. Ärger nach Chelsea-Tor. Klopp besiegt einen Freund. Ronaldo trifft, Juve patzt. Tuchels Paris beeindruckt. Und auch deutsche Spieler schießen Tore. Sehen Sie Europas Fußball-Wochenende im Video.

          2 Min.

          Wenn am kommenden Sonntag der FC Barcelona und Real Madrid in der spanischen Primera División zum Clásico antreten (16.15 Uhr bei DAZN), ist nichts mehr so, wie es in den vergangenen Jahren war. Das liegt nicht nur an den sportlichen Sorgen, die die Schwergewichte des Weltfußballs derzeit haben. Die Katalanen sind zwar Erster, haben aber ihren Glanz von einst verloren und einige ungewohnte Probleme in der Abwehr. Den Champions-League-Sieger hat es auf Platz sieben noch schlimmer erwischt. In fünf Spiele in Serie haben die „Königlichen“ nicht gewonnen, 481 Minuten blieben sie dabei ohne Tor.

          Tobias Rabe

          Verantwortlicher Redakteur für Sport Online.

          Der Clásico wird aber auch deswegen anders sein, weil die größten Spieler der vergangenen gut zehn Jahre, die dieses Duell prägten, fehlen werden. Cristiano Ronaldo verließ Real im Sommer und spielt jetzt in Italien bei Juventus Turin. Lionel Messi ist zwar nach wie vor bei Barcelona, fällt wegen eines gebrochenen Arms aber wochenlang aus. Die Fraktur zog er sich beim 4:2-Sieg über den FC Sevilla zu. Zuvor hatte er mit je einem Tor und einer Vorlage geglänzt. Es war ein Jammer, wie der Argentinier mit leidendem Gesicht am Boden lag. „Wir werden Leo sehr vermissen“, sagte Trainer Ernesto Valverde.

          Messi wird wiederkommen, Ronaldo nicht. Nach der 1:2-Heimniederlage in einem Spiel, das nach schweren Wochen die Wende einleiten sollte, fiel die Kritik der Medien an Real harsch aus. „Dieses Madrid liegt in Trümmern“, schrieb „Marca“, die Zeitung, die den „Königlichen“ eigentlich wohlgesonnen ist. Früh lag Real gegen den Außenseiter 0:2 zurück, dann traf Marcelo. Nur einmal war die Torkrise in 116 Jahren des Vereins noch schlimmer. Toni Kroos schmorte 90 Minuten auf der Bank. Und die Tage von Trainer Julen Lopetegui, dem die Ankündigung des Wechsels zu Real im Sommer zwei Tage vor WM-Beginn den Job als Nationaltrainer gekostet hat, könnten nach einer Niederlage in Barcelona schon wieder gezählt sein.



          Dass Barcelona den bisherigen Spitzenreiter FC Sevilla mit einem 4:2 trotz der Verletzung von Messi ablöste, hatte die Mannschaft vor allem Marc-André ter Stegen zu verdanken. Der deutsche Torwart verhinderte mit zwei spektakulären Doppel-Paraden in der zweiten Halbzeit weitere Gegentore.


          Viel Spaß hat derzeit Diego Simeone, Trainer von Dortmunds nächstem Champions-League-Gegner Atlético Madrid, trotz des 1:1 beim FC Villarreal. „Diese Liga ist irre spannend“, sagte er. Sein Klub ist Fünfter. Überraschend mischen auch Espanyol Barcelona und Deportivo Alaves ganz vorne mit.




          Ähnlich spannend ist es in der englischen Premier League. Ganz vorne liegt Meister Manchester City. Gegen den FC Burnley gab es einen 5:0-Kantersieg. Dabei traf auch der deutsche Nationalspieler Leroy Sané. Zudem kehrte der zuletzt lange verletzte Kevin De Bruyne auf den Rasen zurück.


          Punktgleich mit dem Team von Pep Guardiola ist der FC Liverpool. Im Duell der Trainer-Freunde mit Jürgen Klopp und David Wagner von Huddersfield Town siegten die „Reds“ glanzlos mit 1:0 durch Mohamed Salah. Der Verlierer wartet indes weiter auf das erste Heimtor dieser Saison.



          Richtig turbulent ging es an der Stamford Bridge zu. Das kriselnde Manchester United sah schon wie der Sieger aus, dann glich der FC Chelsea in der 96. Minute aus. Eine Provokation des Assistenzcoachs des Gegners ließ United-Trainer José Mourinho ausrasten, es gab heftige Tumulte an der Seitenlinie.




          Der bisher souveräne Tabellenführer der italienischen Serie A leistete sich einen Strauchler. Erstmals in dieser Saison gewann Juventus Turin nicht. Cristiano Ronaldo traf zwar, am Ende reichte es aber nur zu einem 1:1 gegen Genua. Kurios: Wegen einer Strafe waren in der Fankurve nur Kinder.


          Beim 222. Mailänder Derby sah alles schon nach einem torlosen Remis aus. In der letzten Minute der Nachspielzeit kam Inter aber doch noch zum Sieg über den AC. Kapitän Mauro Icardi lenkte eine Flanke mit dem Kopf ins Tor. Inter ist nun Dritter, Milan versinkt als Zwölfter im Mittelmaß.




          Ein Heimspiel des Meisters gegen das schwächste Auswärtsteam der französischen Ligue 1 – was sollte da schon schief gehen? Nichts! Paris St. Germain gewann im Schongang mit 5:0. Auch dem deutschen Nationalspieler Julian Draxler gelang beim zehnten Sieg im zehnten Spiel ein Treffer.








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