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Fußball-Nationalmannschaft : Löw lässt Kießling außen vor

Kein Weg zurück: Stefan Kießling ist trotz Stürmernotstand nicht von Bundestrainer Löw für die Nationalelf nominiert worden Bild: dpa

Für Stefan Kießling bleibt der Weg zurück ins Nationalteam versperrt: Bundestrainer Joachim Löw vertraut trotz Verletzungsmisere im Sturm auch in den anstehenden Qualifikationsspielen seinem bisherigen Personal. Auch Roman Weidenfeller ist nicht nominiert.

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          Keine Experimente – Joachim Löw will den letzten Schritt zur WM im nächsten Jahr mit den bewährten Kräften gehen. Im Aufgebot für die beiden letzten Qualifikationsspiele am Freitag in Köln gegen Irland und vier Tage später in Stockholm gegen Schweden findet sich daher keiner der Namen, die in den vergangenen Tagen gehandelt worden waren.

          Weder Stefan Kießling noch Kevin Volland noch Roman Weidenfeller werden also in irgendeiner Form gefragt sein, wenn der für den Gruppensieg noch fehlende Punkt gewonnen werden soll. Erwartungsgemäß kehrt Bastian Schweinsteiger vom FC Bayern zurück, ebenso sein Teamkollege Mario Götze. Der Hamburger Marcell Jansen soll die durch die Verletzung von Marcel Schmelzer entstandene Vakanz auf der linken Abwehrseite beheben helfen. Neben Schmelzer fehlen Gomez, Klose, Gündogan und Podolski verletzt.

          Causa Kießling

          Bemerkenswert, was Löw in der Personalie Kießling zu verkünden hatte.Löw hatte unter der Woche Gespräche in Leverkusen und Dortmund geführt. Nach Gesprächen in Leverkusen mit dem Bayer-Sportdirektor Rudi Völler, Cheftrainer Sami Hyypiä und auch Kießling selbst wurde eine Verlängerung des bisherigen Zustands vereinbart, nur jetzt auch mit dem ausdrücklichen Segen des Angreifers – und darüber hinaus sogar der Bereitschaft einzuspringen, sollte sich auf dem Weg bis zur WM doch noch Bedarf für den Stand-by-Stürmer ergeben.

          Kießling habe ihm zugesagt, dass er „bereitsteht, sollte ich ihn brauchen“. Einen latent schwelenden Konflikt dürfte Löw damit fürs Erste entschärft haben. Dasselbe hatte der Bundestrainer sicher auch im Sinn, als er die Debatte um vermeintliche Vorbehalte gegenüber Spielern von Borussia Dortmund „völlig absurd“ nannte. Auch mit dem Dortmunder Trainer Jürgen Klopp hatte sich Löw in dieser Woche zum Austausch getroffen. Das zweistündige Gespräch sei „wahnsinnig positiv“ gewesen.

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