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Fußball : „Mach et, Otze“ auf Usbekisch

  • Aktualisiert am

Usbeke am Ball, hier in der Olympiaqualifikation gegen Australien Bild: dapd

Absichtlich eingehandelte Gelbe Karten und damit Sperren für ein bedeutungsloses Spiel haben für fünf usbekische Fußball-Nationalspieler ein Nachspiel.

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          Weil sie sich absichtlich eine Sperre einhandelten, sind fünf usbekische Fußball-Nationalspieler vom Weltverband Fifa bestraft worden. Das Quintett hatte im WM-Qualifikationsspiel gegen Tadschikistan (3:0) im November absichtlich das Spiel verzögert, Gelbe Karten erhalten und so eine Sperre für die bedeutungslose Partie am 29. Februar im abschließenden Spiel der dritten Gruppenphase gegen das ebenfalls schon für die nächste Runde qualifizierte Japan provoziert.

          Nach Prüfung der Spielberichte sperrte die Fifa-Disziplinarkommission nun die fünf Spieler für eine weitere Begegnung, wie der Verband am Freitag mitteilte. Damit müssen die Nationalkicker auch im ersten Spiel der vierten Qualifikationsrunde zur WM 2014 aussetzen.

          Die Affäre erinnert an den Fall Frank Ordenewitz. Der damalige Profi des 1. FC Köln hatte im Pokal-Halbfinale 1991 eine Rote Karte provoziert, um seine Sperre in der Bundesliga und nicht im Endspiel absitzen zu müssen. Zuvor hatte Trainer Erich Rutemöller dem Stürmer mit den Worten „Mach et, Otze“ die Erlaubnis erteilt. Der Deutsche Fußball-Bund schritt damals ein und sperrte Ordenewitz doch fürs Endspiel.

          Alle fünf usbekischen Spieler erhielten von der Fifa zudem Geldstrafen in Höhe von 3000 Schweizer Franken (rund 2484 Euro). Der usbekische Verband muss ein Bußgeld von 18.000 Schweizer Franken (14.900 Euro) entrichten.

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