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Fußball-Krisenklub HSV : Hamburger System-Versagen

Am Boden? Der Hamburger SV um Pierre-Michel Lasogga hat den direkten Wiederaufstieg in die Bundesliga nicht geschafft. Bild: Reuters

Ein Jahr Zweitklassigkeit, noch immer ohne Konzept und Strategie: Warum es tollkühn erscheint, von einem Aufstieg des HSV in der kommenden Saison auszugehen.

  • -Aktualisiert am
          3 Min.

          Es waren Sätze zum Staunen. Vergangene Woche hatte Sportvorstand Ralf Becker verkündet, das Saisonziel für die Serie 2019/20 sei der Aufstieg. Etwas anderes könne man in Hamburg nicht anbieten, sagte Vorstandschef Bernd Hoffmann an anderer Stelle. Tatsächlich? Hätte der Hamburger SV am Sonntag das letzte Saisonspiel gegen den Absteiger MSV Duisburg verloren, wäre er die schlechteste Rückrundenmannschaft der zweiten Liga gewesen. Ohne die Gründe an dieser Stelle im Einzelnen zu analysieren, ist es schon tollkühn, auf dieser Basis vom Aufstieg zu sprechen, ja ihn sogar zum Saisonziel zu erklären.

          Diese Denke offenbart ein Grundproblem des Klubs. Wie die Uhr, die immer noch im Stadion tickt, und das Einheiz-Lied vor Anpfiff, das Klubs wie die Bayern oder Schalke verspottet. Auch das für viel Geld von Dietmar Beiersdorfer in Auftrag gegebene Leitbild gehört dringend eingemottet oder überarbeitet, denn darin ist davon die Rede, dass der HSV dauerhaft zu den besten fünf Deutschlands gehören wolle. Vielleicht wäre das ein Anfang: die Symbole, die an Titel und frühere Erfolge erinnern, einfach abzuschaffen.

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