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Fußball-Klub setzt Zeichen : Babelsberg wirbt auf Trikot für „Seebrücke“

  • Aktualisiert am

Trikot mit speziellem Aufdruck: Babelsberg-Vorstand für Marketing Thoralf Höntze und „Seebrücke“-Sprecherin Liza Pflaum stellen die neuen Leibchen vor. Bild: dpa

Kein Unternehmen, kein Geld: Statt eines Sponsorenlogos druckt der SV Babelsberg 03 das Signet der „Seebrücke“ auf seine Trikots. Es ist nicht das erste Mal, dass sich der Viertliga-Verein für Flüchtlingshilfe einsetzt.

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          Der SV Babelsberg 03 zeigt Flagge. Statt eines Unternehmens wirbt der Verein für Flüchtlingshilfe auf den Trikots des Potsdamer Fußball-Viertligaklubs. „Seebrücke – Schafft sichere Häfen“ hofft auf eine weitere Solidarisierung mit Menschen auf der Flucht.

          „Es ist die Zeit gekommen, wo es nicht mehr ausreicht, nichts zu machen, sondern Zeichen gesetzt werden müssen“, sagte Liza Pflaum, Sprecherin der „Seebrücke“, am Donnerstag bei der Präsentation des Trikots in Potsdam. Der Verein ist Teil einer internationalen Bewegung. Diese wird von Bündnissen getragen, die sich für Menschen auf der Flucht einsetzen.

          Der Regionalligaverein Babelsberg 03 stellt die Werbefläche für die „Seebrücke“ kostenlos zur Verfügung. „Mit welchem Brustsponsor sich ein Verein schmückt, zeigt auch, welches Zeichen er damit setzen will“, sagte 03-Vorstandschef Archibald Horlitz. Babelsberg hatte 2014 als erster Fußballverein in Deutschland mit „Welcome United“ eine reine Flüchtlingsmannschaft zum Spielbetrieb angemeldet. Viele Sportler seien noch dabei, sagte Horlitz.

          Zeichen auf dem Feld: Babelsberg-Profi Marvin Gladrow wird das Trikot auch in den Pflichtspielen tragen.
          Zeichen auf dem Feld: Babelsberg-Profi Marvin Gladrow wird das Trikot auch in den Pflichtspielen tragen. : Bild: dpa

          Die Hauptsponsoren, der Energieversorger EWP und Hafermilchhersteller Oatly, verzichten für „Seebrücke“ auf den Platz auf dem Trikot. Die ersten 300 der neuen Shirts haben bereits Abnehmer gefunden. Fünf Euro pro verkauftem Exemplar gehen an „Seebrücke“.

          Die Lage der Menschen, die über das Mittelmeer nach Europa flüchten, habe sich nicht gebessert, sagte Pflaum. Täglich kämen Menschen ums Leben. „Wir müssen dafür kämpfen, dass Menschen gerettet werden“, betonte sie. 86 Städte – darunter auch die Brandenburger Landeshauptstadt Potsdam – haben sich bislang zum sicheren Hafen erklärt. Sie wollen zusätzliche Flüchtlinge aufnehmen.

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