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Startrainer Mourinho außer sich : „Es gibt nur einen Schuldigen“

  • Aktualisiert am

Angefressen: Tottenham-Trainer José Mourinho Bild: AP

Der englische Spitzenklub Tottenham Hotspur blamiert sich mit einer indiskutablen Leistung in der Europa League. Trainer José Mourinho ist anschließend kaum zu halten – und trifft eine Entscheidung für die Zukunft.

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          José Mourinho von Tottenham Hotspur will sich künftig wohl keine großen Gedanken mehr über die Aufstellung seiner Mannschaft machen. „Ihr wisst, welche unsere beste Mannschaft ist. Aber ich denke immer, dass Spieler eine Chance verdienen, weil wir einen großen Kader haben. Aber meine zukünftigen Entscheidungen werden sehr einfach sein“, sagte der Portugiese (57) sichtlich verärgert nach der blamablen 0:1-Niederlage seiner Spurs in der Europa League beim FC Antwerpen. Das Spiel habe für ihn einige Dinge bestätigt, andere Fragezeichen aufgeworfen und „wird mir in Zukunft bei meinen Entscheidungen helfen. Ich lerne auch jeden Tag dazu.“

          Deutliche Selbstkritik

          Direkt an die Journalisten gewandt, sagte Mourinho: „Vor den Spielen fragt ihr immer, warum der nicht spielt oder jener Spieler nicht im Kader steht. Vielleicht werdet ihr das jetzt für ein paar Wochen nicht machen, weil ihr die Antwort bekommen habt.“

          Bei den Belgiern zeigte das Mourinho-Team am Donnerstagabend eine indiskutable Leistung, nach der „The Special One“ aber nicht an Selbstkritik sparte. „Ich habe die Startaufstellung gewählt. Es gibt nur einen Schuldigen. Ich bin der Boss, und es liegt in meiner Verantwortung, wer spielt“, sagte Mourinho. Antwerpen ist mit sechs Punkten Erster in der Gruppe J, Tottenham Zweiter mit drei Zählern.

          Zur Halbzeit hätte er am liebsten „elf Spieler ausgewechselt“, vier Wechsel nahm Mourinho vor. Nach 58 Minuten brachte er Torjäger Harry Kane für Spurs-Rückkehrer Gareth Bale und hatte sein Wechselkontingent damit ausgeschöpft. „Ich wollte zur Pause nicht direkt fünfmal wechseln, weil wir noch lange 45 Minuten vor uns hatten. Das bessere Team hat gewonnen, das schlechtere verloren. Wir haben sie gewinnen lassen“, sagte der Coach, der auf Instagram unter ein Bild von sich aus dem Mannschaftsbus postete: „Schlechte Leistungen verdienen schlechte Resultate. Ich hoffe, jeder im Bus ist so verärgert wie ich. Morgen 11.00 Uhr Training.“

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