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Fußball in Spanien : Real gewinnt mit blondem Beckham

  • Aktualisiert am

Applaus für David Beckham und Real Madrid Bild: REUTERS

David Beckham kann sich doch noch mit einem Titel von Real Madrid verabschieden. Sein Team gewann das Spitzenspiel der spanischen Liga gegen den FC Sevilla und hat nur zwei Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Barcelona.

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          Nichts für schwache Nerven: Spanien steht zum Saisonausklang vor einem dramatischen Zweikampf zwischen den Erzrivalen Real Madrid und FC Barcelona um die Fußballmeisterschaft. In einem mitreißenden Duell der Verfolger besiegten die „Königlichen“ den FC Sevilla mit 3:2 (0:1).

          Damit blieben die Madrilenen (63 Punkte) Titelverteidiger Barça (65), der am Vorabend in San Sebastián 2:0 gewonnen hatte, mit zwei Zählern Rückstand dicht auf den Fersen. Der Uefa-Pokalsieger Sevilla (61) dürfte fünf Spieltage vor Saisonschluss im Kampf um den Titel kaum noch eine Rolle spielen.

          Guti als Matchwinner

          „Real lieferte eine geniale Partie“, schwärmte das Sportblatt „Marca“ am Montag. „Jetzt machen die Madrilenen Jagd auf Barça.“ Das in Barcelona erscheinende Fachblatt „Sport“ ahnt Schlimmes: „Das wird ein Zweikampf auf Leben und Tod.“ Dabei hatte es am Sonntagabend im Bernabéu-Stadion lange danach ausgesehen, als müssten die Madrilenen sich vorzeitig aus dem Titelrennen verabschieden. 60 Minuten lang war der FC Sevilla die bessere Mannschaft und lag durch ein Tor von Vincenzo Maresca (42.) in Front. Aber dann mussten die Südspanier dem Halbfinalsieg im Uefa-Pokal gegen CA Osasuna und dem erneuten Einzug ins Endspiel Tribut zollen.

          Applaus für David Beckham und Real Madrid Bilderstrecke

          Während bei Sevilla die Kräfte schwanden, landete Reals Trainer Fabio Capello mit der Einwechselung von Guti einen Geniestreich. Der „ewige Ersatzmann“, der als Madrider Eigengewächs immer hinter Stars wie Zinedine Zidane oder David Beckham zurückstehen musste, leitete die Wende ein und führte Real zum Sieg. Der Blondschopf bereitete alle drei Tore durch Ruud van Nistelrooy (64./85.) und Robinho (78.) vor. Ernesto Chevantón (92.) verkürzte in der Nachspielzeit für Sevilla zum 2:3.

          „Ein Galaktischer auf der Trainerbank“

          Mit einem Mal hat die Madrider Presse den Real-Coach wieder lieb gewonnen, dessen angeblich bevorstehenden Hinauswurf sie monatelang beschworen hatte. „Capello war super“, pries „Marca“ nun den wegen seiner Defensivtaktik lange Zeit verhassten Italiener. „Er bewies, dass er ein Galaktischer auf der Trainerbank ist.“
          Für eine kuriose Note sorgte Schiedsrichter Alfonso Pérez Burrull. Er zeigte Robinho die Gelb-Rote Karte, weil der Brasilianer sich beim Torjubel das Trikot ausgezogen hatte. Der Sevillaner Aitor Ocio sah nach einem Rempler ebenso „Rot“ wie sein Teamkollege Luis Fabiano, der beim Aufwärmen einen Linienrichter beleidigt haben soll.

          Der frühere Stuttgarter Andreas Hinkel, der beim FC Sevilla in der zweiten Halbzeit eingewechselt wurde, erhielt nach einem harmlosen Foul die Gelbe Karte. Das Sportblatt „As“ sprach dem Referee die „hölzerne Pfeife“ zu.

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