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Fußball in Frankreich : „Monaco wie ein Wirbelwind“

  • Aktualisiert am

Falcao und der AS Monaco zeigen schon einmal ihre Muskeln Bild: AP

Zum Auftakt des Duells der Neureichen im französischen Fußball zeigt zum Auftakt nur Monaco mit Falcao seine Klasse. Paris mit Cavani und Ibrahimovic ist noch nicht in Form. Spitzenreiter ist aber Lyon.

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          Als die Kollegen 60-Millionen-Euro-Sturmstar Radamel Falcao unter sich begruben, war Runde eins im Duell von Frankreichs Fußball-Neureichen entschieden. Durch einen 2:0 (0:0)-Sieg bei Girondins Bordeaux zeigte Aufsteiger AS Monaco Meister Paris Saint-Germain gleich am ersten Spieltag der Ligue 1 die Hacken. PSG war am Freitag nicht über ein 1:1 bei HSC Montpellier hinausgekommen.

          „Erstes Spiel, erster Sieg. Das gibt uns sehr viel Selbstvertrauen für die kommenden Spiele“, sagte Falcao. Nach dem späten Führungstor der Gäste durch Emmanuel Rivière (82.) hatte der Kolumbianer mit seinem Treffer in der 87. Minute alles klar gemacht.

          Die Medien der Grande Nation und auch die Gegner waren am Sonntag voll des Lobes: „Monaco startet wie ein Wirbelwind“, schrieb das Portal „Sport.24“, und sogar die Pariser Zeitung „Le Parisien“ musste die „beeindruckende Vorstellung“ der Fürstentumkicker von Trainer Claudio Rainieri anerkennen.

          Der erfahrene Bordeaux-Innenverteidiger Marc Planus staunte ebenfalls: „Ich hätte nie gedacht, dass Monaco so früh in der Saison schon so eingespielt sein würde.“ Vor 19.000 Zuschauern zeigten die Monegassen im Stade Jacques Chaban-Delmas auch ohne den verletzten Spielmacher Joao Moutinho vor allem in der ersten Hälfte viel Potential.

          „Wir sind noch nicht in Form“

          Hinten machten die alten Herren Ricardo Carvalho (35) und Eric Abidal (33) dicht, Jérémy Toulalan und James Rodríguez zogen die Fäden, und vorne traf Falcao. Die 146 Millionen Euro, die der Boss des siebenfachen Liga-Meisters, der russische Dünger-König Dmitri Ribolowlew, im Sommer für neue Verstärkungen ausgab, werfen bereits die erste Rendite ab.

          Bei PSG, wo die Ölscheichs aus Qatar das Sagen und seit 2011 mehr als 350 Millionen Euro für Stars ausgegeben haben, macht man sich unterdessen Sorgen. „Wir sind noch nicht in Form“, räumte der schwedische Stürmermstar Zlatan Ibrahimovic nach der Zitterpartie in Montpellier ein. Remy Cabella hatte 2012-Meister Montpellier bereits nach zehn Minuten in Führung gebracht.

          Paris und Edinson Cavani hingegen sind noch nicht in Form
          Paris und Edinson Cavani hingegen sind noch nicht in Form : Bild: AFP

          Der Mannschaft von Neu-Trainer Laurent Blanc, die in der ersten Hälfte viel Glück hatte, rettete Maxwell mit seinem Treffer in der 60. Minute wenigstens einen Punkt. 64-Millionen-Euro-Neuzugang Edinson Cavani wurde bei PSG in der 71. Minute eingewechselt, konnte aber nichts mehr ausrichten. Wegen Muskelproblemen musste El Matador seine Teilnahme am Testspiel Uruguays am Mittwoch gegen Japan absagen. Sein Einsatz beim nächsten PSG-Spiel ist fraglich.

          Erster Tabellenführer ist Olympique Lyon von Spar-Präsident Jean-Michel Aulas, der teure Profis wie Anthony Reveillere, Michel Bastos und Lisandro López gehen ließ und es mit einem jungen Team voller Eigengewächse versucht. Der siebenfache Serienmeister der Jahre 2002 bis 2008 bezwang am Samstag OGC Nizza mit 4:0. Jungstar Alexandre Lacazette (22) traf zweimal, Clement Grenier und Yoann Gourcuff erzielten die weiteren Tore.

          „Wir können noch viel besser spielen“

          Aber alles schaut zur Zeit auf Monaco. Ein von der Profiliga LFP wegen Zuschauerausschreitungen im Mai beschlossener Zwei-Punkte-Abzug setzten die Monegassen mit einer Berufung vorerst außer Kraft. Aber Toulalan glaubt, dass man die zwei Zähler im Kampf um den Titel eventuell gar nicht erst brauchen wird. „Das ist erst der Anfang. Wir können noch viel besser spielen“, verspricht er.

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