https://www.faz.net/-gtl-7gs5c

Fußball in Afghanistan : Ein Tor zur Normalität

  • Aktualisiert am

Ein großer Tag für die Afghanen: 3:0 gegen Pakistan Bild: AFP

Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen trägt die Fußball-Nationalmannschaft Afghanistans zum ersten Mal seit zehn Jahren ein Heimspiel aus. 6000 Zuschauer, darunter auch Frauen, sehen den 3:0-Sieg gegen Pakistan.

          1 Min.

          Im ersten Heimspiel seit zehn Jahren ist Afghanistans Fußball-Nationalmannschaft ein Sieg gelungen. Die Auswahl des vom Krieg geplagten Landes besiegte am Dienstag im neuen Stadion in Kabul Pakistan mit 3:0. Vor 6000 Zuschauern brachte Stürmer Sanjar Ahmadi die Gastgeber in der 20. Minute in Führung. Die weiteren Treffer in der Freundschaftspartie erzielten Angreifer Harash Atefi (32.) und Mittelfeldspieler Marouf Mahmoudi (71.). „Wir haben das Spiel wirklich genossen. Es war ein schönes Spiel vor einer tollen Kulisse“, sagte der afghanische Kapitän Zohib Islam Amiri der Nachrichtenagentur dpa. „Das war eine der besten Leistungen seit langer Zeit.“

          Die Partie im ausverkauften Stadion, wo in einem eigenem Zuschauerblock auch Frauen das Spiel verfolgten, fand unter strengen Sicherheitsvorkehrungen statt. Schwer bewaffnete afghanische Polizisten und Soldaten bildeten zudem um die Arena einen Ring, um einen friedlichen Verlauf zu gewährleisten. Die Eintrittskarten kosteten umgerechnet zwischen zwei und fünf US-Dollar.

          Fußballfans in Nationalfarben: ein historischer Tag auf dem Weg zur Normalität Bilderstrecke

          Fifa-Vizepräsident Prinz Ali Bin Al Hussein aus Jordanien teilte via Twitter seine Glückwünsche mit: „Ein historischer Tag für den afghanischen Fußball.“ Das Länderspiel sei ein ganz besonderes Ereignis für den Fußball in Afghanistan, hatte der Generalsekretär des afghanischen Fußballverbandes AFF, Sayed Aghazada, schon am Freitag gegenüber Fifa.com gesagt. „Es zeigt, dass wir nach einer sehr schweren Phase nun wieder zur Normalität zurückkehren.“ Im zuvor letzten Länderspiel in der Heimat hatte das afghanische Team 2003 Turkmenistan mit 1:0 besiegt.

          Weitere Themen

          „Das war ein riesiger Fehler“

          Spielverbot in Schottland : „Das war ein riesiger Fehler“

          Boli Bolingoli von Celtic Glasgow sorgt für einen Eklat, da er trotz einer Reise nach Spanien nicht in Corona-Isolation geht und für seinen Klub Fußball spielt. Das hat Folgen. Sogar die schottische Regierung greift ein.

          Topmeldungen

          Kamala Harris : So flexibel wie sie war Biden nie

          Kamala Harris ist politisch erfahren, aber noch nicht zu alt. Und sie steht, anders als Trump es suggeriert, gar nicht sehr weit links. Alles gut also mit Bidens Vize? Abwarten. Denn sie ist eine sehr wendige Politikerin.
          Rücksichtslos: Cornelia Koppetsch hat der Untersuchungskommission zufolge gegen „die gute wissenschaftliche Praxis“ verstoßen.

          Verfahren gegen Koppetsch : Plagiate im Dutzend

          Das Disziplinarverfahren der TU Darmstadt gegen Cornelia Koppetsch setzt neue Maßstäbe der Wissenschaftshygiene. Mit genau der gleichen Strenge und Transparenz sollten auch die Plagiate in der Doktorarbeit der Ministerin Franziska Giffey untersucht werden.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.