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Fußball-Terminkalender : DFB legt Halbfinale im DFB-Pokal aufs Wochenende

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Die Teilnehmer am DFB-Pokal-Finale 2021 werden an einem Wochenende ermittelt. Bild: Imago

Der Deutsche Fußball-Bund legt die Termin für die nächste Saison fest – und sorgt für ein Novum. Dazu steht nun auch fest, gegen welche Teams die Nationalmannschaft im März als EM-Vorbereitung spielt.

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          Die Fußball-Bundesliga startet am Wochenende vom 21. bis 23. August 2020 in die neue Spielzeit. Schon am 31. Juli kommenden Jahres beginnt die zweite Bundesliga. Dies geht aus dem Rahmenterminkalender für die Saison 2020/21 hervor, den das Präsidium des Deutschen Fußball-Bundes am Donnerstag in Frankfurt verabschiedet hat. Nach dem 18. Zweitliga-Spieltag vom 18. bis 21. Dezember 2020 und dem 17. Bundesliga-Spieltag am gleichen Wochenende gehen beide Klassen in die Winterpause.

          Der Spielbetrieb in der Bundesliga wird am 15. Januar 2021 wieder aufgenommen, die zweite Liga folgt am 22. Januar. Der 34. und letzte Bundesliga-Spieltag ist für den 15. Mai 2021 terminiert. Einen Tag später findet der 34. Spieltag der zweiten Bundesliga statt. Die dritte Liga startet am Wochenende vom 24. bis 27. Juli 2020 in die nächste Saison. Nach dem 20. Spieltag vom 18. bis 21. Dezember 2020 macht die dritte Liga Winterpause bis zum 22. Januar 2021. Der letzte Drittliga-Spieltag ist am 15. Mai 2021. Anschließend folgen die Relegationsspiele zwischen Bundesliga und 2. Bundesliga sowie zwischen zweiter Bundesliga unddritter. Liga. Nach der derzeitigen Planungen sollen diese zwischen dem 19. und dem 26. Mai 2021 stattfinden. Die genaue Terminierung erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt.

          Der DFB-Pokal beginnt in der nächsten Saison mit der ersten Hauptrunde vom 14. bis 17. August 2020. Erstmals an einem Wochenende findet das Halbfinale (1./2. Mai 21) statt. Im Gegenzug wird an diesem Wochenende darauf verzichtet, Spiele der Bundesliga, zweiten Bundesliga und dritten Liga (insgesamt 28 Begegnungen) anzusetzen, was dem Wunsch der Innenminister-Konferenz entspricht. Damit wird 2021 rund um den 1. Mai die Polizei bundesweit entlastet. Das DFB-Pokalendspiel wird am 22. Mai 2021 in Berlin ausgetragen.

          Die Fußball-Nationalmannschaft testet derweil im Frühjahr auch gegen den viermaligen Weltmeister Italien. Am 31. März wird das Team von Trainer Joachim Löw in Nürnberg auf die Squadra Azzurra treffen, wie der DFB am Donnerstag mitteilte. Für den 26. März war bereits ein Test gegen Spanien in Madrid vereinbart worden. Ursprünglich hatte Coach Löw in der Vorbereitung auf die EM auch ein Spiel gegen Belgien ins Gespräch gebracht.

          „Unserem jungen Team ermöglichen die Länderspiele in Spanien und gegen Italien weitere Erfahrungen auf höchstem internationalen Niveau“, sagte DFB-Präsident Fritz Keller. DFB-Direktor Oliver Bierhoff sagte: „Mit Spanien und Italien treffen wir nun schon im Vorfeld auf zwei Ausnahmemannschaften, mit Blick auf das Turnier ist das von großem Wert.“  Bei der EM bekommt es das Löw-Team in der Gruppenphase in München unter anderem mit Weltmeister Frankreich und Europameister Portugal zu tun. Vorher sind noch zwei weitere Tests geplant, davon einer gegen die Schweiz.

          Die Frauen-Nationalmannschaft bestreitet das erste Heimländerspiel im kommenden Jahr am 11. April in Münster gegen Irland. Die Partie ist die fünfte Begegnung im Rahmen der Qualifikation für die Europameisterschaft 2021 in England. Die Mannschaft von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg weist bisher die makellose Bilanz von vier Siegen in vier Spielen bei 31:0-Treffern auf.

          Die Präsidenten der Regional- und Landesverbände im Deutschen Fußball-Bund haben sich unterdessen auf gemeinsame Ziele und Maßnahmen verständigt, um die zunehmende Gewalt im Amateurfußball zurückzudrängen. Ein besonderes Augenmerk legte die Konferenz auf Schutz und Unterstützung der Schiedsrichter und Schiedsrichterinnen. „Respekt, Fairplay, Gewaltfreiheit und das sportliche Miteinander auf Deutschlands Fußballplätzen“, sollen gestärkt werden, hieß es in einer Mitteilung des DFB.

          Die Verbandspräsidenten sprachen sich nachdrücklich dafür aus, dass Straftaten auf Fußballplätzen stets auch zur Anzeige gebracht und von den zuständigen Behörden konsequent strafrechtlich verfolgt werden. Ein Wunsch an die Politik sei es darüber hinaus, ein bundesweit flächendeckendes Gewaltpräventionsprogramm anzubieten.

          Die Landesverbände streben eine Ausweitung ihrer Schulungsmaßnahmen für die Schiedsrichter und Schiedsrichterinnen in Form eines Deeskalationstrainings an. Bisherige Angebote des DFB und seiner Landesverbände sollen gebündelt und leichter zugänglich gemacht werden. „Die klare Botschaft ist: Wir lassen niemanden alleine und wir sind nicht alleine. Jegliche Gewalt, jegliche Angriffe auf Sportplätzen sind Angriffe auf den Fußball. Das muss aufhören“, forderte DFB-Vizepräsident Rainer Koch.

          Ziel sei es auch, die Datenqualität zu verbessern, um ein differenzierteres Lagebild des Amateurfußballs zu erhalten. In der vergangenen Saison wurden 0,05 Prozent der 1 305 136 erfassten Spiele wegen eines Gewaltvorfalls abgebrochen. Bei 6291 Spielen (0,48 Prozent) meldeten die Schiedsrichter eine Störung: bei 0,31 Prozent (3987) wegen einer Gewalthandlung, bei 0,21 Prozent (2725) wegen einer Diskriminierung.

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