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Dritter Sieg mit Hrubesch : DFB-Frauen gewinnen gegen Kanada

  • Aktualisiert am

Deutschlands Lena Petermann (Mitte) gegen Kanadas Torhüterin Stephanie Labbe. Bild: dpa

Trotz zahlreicher Ausfälle gewinnen die DFB-Frauen 3:2 gegen die Kanadierinnen. Nach einem Blitztor von Huth bewies die Auswahl große Moral und bescherte Trainer Hrubesch den dritten Sieg im dritten Spiel.

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          Die deutschen Fußball-Frauen bleiben mit Trainer Horst Hrubesch auf Erfolgskurs und haben sich Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben in der WM-Qualifikation geholt. Die ersatzgeschwächte DFB-Auswahl kam am Sonntag in Hamilton gegen Kanada zu einem verdienten 3:2 (1:0)-Sieg. Vor 24.000 Zuschauern im ausverkauften Tim Hortons Field brachte Svenja Huth die DFB-Elf bereits nach 46 Sekunden in Führung, ehe Christine Sinclair (59.) und Jessie Fleming (69.) die Partie zunächst drehten. Doch Sara Däbritz (70.) und die eingewechselte Turid Knaak (84.) bescherten dem Olympiasieger den dritten Sieg im dritten Spiel mit dem 67 Jahre alten Fußball-Lehrer.

          Spielplan der Frauenfußball-WM 2019 in Frankreich

          „Das war deutsche Mentalität“, lobte Hrubesch. „Wir haben den Kampf von der ersten Minute an angenommen, trotzdem im Spielaufbau viele leichte Fehler gemacht. Wir sind am Ende der Saison, einige sind nicht mehr so frisch. Aber die Art und Weise, wie sie besonders nach dem Rückstand gespielt haben, das war schon große Klasse.“ Torschützin Huth befand: „Wir sind gut ins Spiel gekommen und haben früh das Tor gemacht. Dann haben wir Kanada mehr ins Spiel kommen lassen. Nichtsdestotrotz haben wir große Moral bewiesen und das Spiel noch gedreht.“ Auch Knaak war glücklich, nachdem sie mit ihrem ersten Ballkontakt den Siegtreffer markiert hatte: „Direkt so einen Einstand zu haben, ist natürlich toll. Sara sollte aufs Tor schießen und ich versuchen, einen Abstauber zu bekommen. Genauso ist es gekommen.“

          Die deutsche Auswahl kann sehr zufrieden sein mit dem letzten Test vor dem wichtigen Spiel am 1. September auf Island, wenn es um die direkte Qualifikation für die WM in Frankreich 2019 geht. Gleich zwei deutsche Torhüterinnen feierten ihr Länderspieldebüt gegen die in Bestbesetzung angetreten „Ahornblätter“. In den ersten 45 Minuten vertrat Lisa Schmitz von Turbine Potsdam Stammkeeperin Almuth Schult bestens. Nach dem Wechsel durfte auch die erst 21 Jahre alte Carina Schlüter vom SC Sand erstmals das DFB-Tor hüten.

          Auch ohne die zuletzt stark belastete Spielführerin Dzsenifer Marozsan (Olympique Lyon) sowie einige Stammkräfte vom Double-Sieger VfL Wolfsburg wie Alexandra Popp und Lena Goeßling erwischte der Rekordeuropameister einen Blitzstart. Nach einem Konter markierte Turbines Mittelfeldspielerin Huth schon nach 46 Sekunden die Führung, die dem Team Sicherheit gab.

          Gleichwohl hätte der Weltranglisten-Vierte vor der Pause fast den Ausgleich erzielt: Einen Kopfball der für Frankfurt spielenden Sophie Schmidt wehrte Huth (12.) auf der Linie ab. Und Sara Doorsoun hatte Glück, als sie bei einem Abwehrversuch Kanadas Topstürmerin Christine Sinclair (27.) anschoss, der Ball aber am Tor vorbei trudelte. Doch auch die deutsche Mannschaft hatte noch gute Chancen durch Lena Petermann (24.) und die agile Huth (28.) auf der rechten Seite.

          Nach einem Durcheinander im deutschen Straftraum nutzte Sinclair die Abstimmungsprobleme zu ihrem 174. Tor in ihrem 268. Länderspiel. Hrubesch wechselte fleißig durch, so dass die DFB-Elf etwas an Stabilität und Spielfluss verlor. Nach der Führung durch Fleming schlug Deutschland durch ein tollen Däbritz-Weitschuss und das erste Länderspieltor der Essenerin Knaak postwendend zurück und konnte den 15. Sieg im 16. Duell mit Kanada sichern.

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