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Fußball der Frauen : Schalke baut in der Kreisliga neu auf

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Bald auch mit etwas kleineren Füßen? Schalke gegen Dortmund wäre ein Hoffnungsschimmer für den Fußball der Frauen. Bild: Picture-Alliance

Schalke 04 fängt ganz unten neu an. Erstmals sollen Frauen im königsblauen Trikot Fußball spielen. Auch der Kontrahent Borussia Dortmund plant einen Einstieg. Die Rivalität könnte helfen.

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          Schalke 04 geht zur kommenden Saison erstmals niedrigklassig mit Frauenmannschaften an den Start. In den kommenden Monaten solle „eine gesamtheitliche Struktur im Bereich Frauen- und Mädchenfußball aufgebaut werden“, teilte der Verein am Donnerstag mit. Vorsitzender der neuen Abteilung wird Bodo Menze. Eine Frauenmannschaft soll künftig in der Kreisliga B antreten, eine weitere U-17-Mannschaft ebenfalls in der Kreisliga. Zusätzlich soll in jedem Jahr ein weiteres Jugendteam hinzukommen.

          „Mit der Gründung einer Frauen- und Mädchenfußballabteilung wollen wir unser Angebot im Bereich des Breitensports erweitern“, sagte der Schalker Sportvorstand Jochen Schneider. „Wir freuen uns sehr, dass nunmehr endlich auch Frauen und Mädchen aktiv Fußball beim und für den FC Schalke 04 spielen können. Unser Fokus wird dabei klar auf dem Amateursport liegen, hier wollen wir mittel- und langfristig einen neuen, ideellen Nachwuchsbereich entwickeln, der für Hobby-Fußballerinnen jeden Alters eine sportliche Heimat auf Schalke bietet.“

          Auch beim Ruhrpottrivalen Borussia Dortmund bewegte sich zuletzt was: Der BVB will nach einer Umfrage unter seinen Mitgliedern und Fans entscheiden, ob sich der Klub künftig im Breiten- oder Spitzensport engagieren will. Beide Klubs hatten ihre Zurückhaltung stets auch damit begründet, dass sie den Frauenfußballklubs der Region nicht den Boden abgraben wollten.

          Andererseits fehlen dem Fußball der Frauen in Deutschland just jene Rivalitäten, die zwischen dem BVB und Schalke immer im Spiel wären. In England sind es vornehmlich die schon bei den Männern umkämpften Lokalderbys zwischen United und City in Manchester oder Arsenal und Tottenham in London, die auch bei den Frauen Zuschauermassen in die Stadien locken und einen Aufschwung bescheren.

          Viele Experten in Deutschland gehen davon aus, dass der BVB und Schalke gemeinsam dieses Potential in der Frauenfußball-Bundesliga wecken könnten. Im vergangenen Jahr hatte die in Dortmund aufgewachsene Nationalspielerin Lina Magull im F.A.Z.-Interview über ihre Hoffnungen gesprochen. „Es gibt so viel Potential im Ruhrpott und in Dortmund. Da könnte man mit dem BVB wirklich was bewegen. Viele gute Spielerinnen haben schon gesagt, dass sie sofort für den BVB spielen würden“, sagte Magull. Schalke ist nun einen ersten, ganz kleinen kleinen Schritt gegangen. Bis zu einem Bundesligaduell der Klubs ist es indes wohl nicht zuletzt aufgrund der Finanzsituation auf Schalke noch sehr weit.

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