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Premier League : Chelsea trennt sich von Lampard – Tuchel soll kommen

  • -Aktualisiert am

Zeit abgelaufen: Frank Lampard in London entlassen Bild: AFP

Erst folgt die Entlassung des Trainers, dann die warmen Worte des Klubbesitzers Roman Abramowitsch: Der FC Chelsea trennt sich von Frank Lampard. Als Nachfolger wird Thomas Tuchel gehandelt.

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          Viele hatten schon vor der Saison damit gerechnet, dass es passieren könnte, in den vergangenen Wochen hatten sich die Anzeichen verdichtet – und an diesem Montag hat der Klub es offiziell gemacht: Der FC Chelsea hat Trainer Frank Lampard nach anderthalb Jahren im Amt entlassen. „Das war eine sehr schwierige Entscheidung und keine, die dem Besitzer und dem Vorstand leichtgefallen ist“, hieß es in einer Mitteilung des Londoner Premier-League-Klubs. Allerdings hätten die jüngsten Leistungen und Ergebnisse nicht zu den Erwartungen und Ambitionen des Klubs gepasst. Außerdem sei nicht zu erkennen gewesen, wie Lampard eine Verbesserung bewirken wollte – ein ungewohnt harsches Urteil. Nach 19 Spielen steht Chelsea in der Tabelle nur auf dem neunten Platz, die Qualifikation für die Champions League ist in Gefahr. Noch im Dezember war der Klub bis auf wenige Punkte an die Tabellenspitze herangerückt.

          Die Entscheidung kam nicht mehr überraschend. Chelseas Eigentümer, der Milliardär Roman Abramowitsch, gilt als äußerst ungeduldig im Umgang mit seinen Trainern. Zunächst hatte es so ausgesehen, als wollte er mit dem früheren Chelsea-Spieler und Fan-Liebling Lampard eine langfristige Entwicklung einleiten. Dafür sprach, dass er ihm vor der Saison umgerechnet fast 250 Millionen Euro für Zugänge zur Verfügung stellte – darunter die deutschen Nationalspieler Timo Werner und Kai Havertz. Nach nur sieben von 24 möglichen Punkten aus den vergangenen acht Ligaspielen hatte er offensichtlich kein Vertrauen mehr in den 42 Jahre alten Lampard, der vor seinem Wechsel zu Chelsea im Juli 2019 nur in Englands zweiter Liga bei Derby County Erfahrung als Trainer gesammelt hatte.

          Noch am Sonntag gewann Chelsea mit Lampard auf der Bank im FA Cup gegen den Zweitligaklub Luton Town 3:1 und steht dadurch nun im Achtelfinale. Vergangene Saison hatte Lampard Chelsea auf den vierten Platz in der Premier League geführt, wodurch sich der Klub für die Champions League qualifizierte, sowie ins Endspiel des FA Cups gegen den FC Arsenal.

          Besonders ihm sei die Entscheidung nicht leichtgefallen, „nicht zuletzt, weil ich eine exzellente persönliche Beziehung zu Frank habe und den höchsten Respekt für ihn“, wurde Abramowitsch in der Stellungnahme des Klubs zitiert. Lampards Status als Vereinsikone bleibe von der Trennung und den ungewöhnlich deutlichen Worten zu deren Begründung unberührt: „Er wird an der Stamford Bridge immer wärmstens willkommen sein.“ Zu Berichten, wonach viel darauf hindeute, dass Thomas Tuchel neuer Chelsea-Trainer werden könnte, äußerte sich der Klub nicht. Der frühere Mainz- und Dortmund-Trainer Tuchel ist aktuell vereinslos, seit er Ende Dezember bei Paris Saint-Germain entlassen wurde.

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