https://www.faz.net/-gtl-9yj10

Fußball-Bundesliga : Fernsehgelder oder Insolvenz

  • Aktualisiert am

Abhängigkeitssystem: Ohne Fernsehgelder kein Bundesliga-Fußball. Bild: dpa

Schon am 10. April sollte eigentlich Zahltag sein. Nun ist die Überweisung der letzten Tranche der Fernsehgelder auf 2. Mai verschoben worden. Ohne die Überweisung sind viele Bundesligaklubs von Insolvenz bedroht.

          1 Min.

          Die deutschen Fußball-Klubs warten weiter auf die vierte und letzte Rate der Fernseh-Gelder. Diese hätte eigentlich schon am 10. April bei der Deutschen Fußball Liga eingehen sollen. Aber nach einem Bericht des „Kicker“ hätten die Rechteinhaber die insgesamt 304 Millionen Euro bisher noch nicht überwiesen. Als neuer Zahltag für die 36 Vereine sei nun der 2. Mai vereinbart worden.

          „Wir sind in ständigem Austausch mit unserem langjährigen Partner DFL, insbesondere angesichts der aktuellen Situation der Bundesliga und 2. Bundesliga. In diesem Zusammenhang gibt es aktive Diskussionen mit dem Ziel, auch im Hinblick auf Lizenzzahlungen und deren potenzielles Timing konstruktive Lösungen zu finden“, sagte am Donnerstag ein Sky-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur.

          Ohne die Zahlung an die DFL drohe nach „Kicker“-Informationen innerhalb der nächsten zwei Wochen 13 Vereinen, darunter vier Bundesligaklubs, die Insolvenz. Aber die Chancen auf eine zeitnahe Regelung mit den Medienpartnern und eine Zahlung in den kommenden Tagen seien gut.

          Der Spielbetrieb ist aktuell bis mindestens zum 30. April ausgesetzt. In der kommenden Woche, am 23. April, wollen die Fußball-Klubs das weitere Vorgehen festlegen. Nach wie vor hofft der Profi-Fußball aber darauf, die Spielzeit mit Hilfe von Geisterspielen bis zum 30. Juni beenden zu können. Auf dem Spiel stehen rund 750 Millionen Euro, die bei einem Abbruch der Spielzeit fehlen würden.

          Bisher sind aber Geisterspiele nicht sicher, da Bund und Länder sich am Mittwoch auf die Verlängerung des Verbots von Großveranstaltungen bis mindestens zum 31. August einigten. Konkrete Regelungen, etwa zur Größe der Großveranstaltungen, sollen von den Länder getroffen werden. Möglicherweise drohen der DFL in den verschiedenen Bundesländern verschiedene Vorgaben, so dass gar nicht an allen Standorten gespielt werden kann. Zuletzt war von etwa 250 Personen die Rede, die bei Bundesliga-Geisterspielen im Stadion sein müssten.

          Weitere Themen

          Klub mit klarer Kante

          Die Werte der Eintracht : Klub mit klarer Kante

          Eintracht Frankfurt hat sich nicht nur sportlich gut entwickelt. Der Verein versucht auch, Werte zu definieren und durchzusetzen. Das sorgt für Aufsehen, Konflikte – und viele Sympathien.

          Topmeldungen

          Trump und Biden kämpfen um die Wählergunst.

          TV-Duell : Erste Debatte zwischen Trump und Biden

          Die Corona-Krise bestimmte die erste amerikanische Präsidentschaftsdebatte, die weltweit von Millionen Menschen verfolgt wurde. Sowohl Donald Trump als auch Joe Biden teilten massiv gegeneinander aus.
          Shopping-Viertel in Peking: Chinas Oberschicht konsumiert wieder.

          Einkaufsmanagerindex : Chinas Wirtschaft zieht an

          Sowohl die Industrieproduktion als auch Dienstleistungen haben sich in der Volksrepublik positiv entwickelt. Die Aussichten für die chinesische Wirtschaft könnten jedoch vom Handelskonflikt mit den Vereinigten Staaten getrübt werden.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.