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Fußball-Bundesliga : Fernduell um Tabellenführung - Nürnberg und Köln unter Druck

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Dortmund - Hamburg: Im Frühjahr siegte der BVB mit 3:2 Bild: picture-alliance/ dpa/dpaweb

Nach den Europapokal-Auftritten der deutschen Teams stehen nun wieder die Alltagspflichten in der Bundesliga auf dem Programm. Zwischen Bremen, München und dem Hamburger SV geht es im Fernduell um die Tabellenführung.

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          Nach den überwiegend erfolgreichen Europapokal-Auftritten stehen für die deutschen Mannschaften nun die Alltagspflichten auf dem Programm. Zwischen Werder Bremen, Bayern München und dem Hamburger SV geht es dabei am 10. Spieltag der Fußball Bundesliga im Fernduell um die Tabellenführung. Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge formuliert die Ansprüche der Bayern, die nach dem jüngsten 1:1 in Schalke auf Platz zwei abgerutscht sind, in aller Deutlichkeit: „Wir wollen so schnell wie möglich die Spitzenposition zurückerobern. Unser Ziel ist ganz klar die Herbstmeisterschaft.“

          Die Bayern müssen sich nach der Gala gegen Juventus Turin nun auf den grauen Alltag und den MSV Duisburg konzentrieren. Tabellenführer Werder Bremen tritt im so genannten „kleinen Nordderby“ bei Hannover 96 an und der Hamburger SV spielt am Sonntag bei Borussia Dortmund.

          „Duisburg nicht unterschätzen“

          In den unteren Tabellenregionen stehen vor allem Schlußlicht 1. FC Nürnberg im Heimspiel gegen Arminia Bielefeld und der 1. FC Köln mit Trainer Uwe Rapolder im Blickpunkt, der bei der zuletzt in Duisburg (0:1) erfolgreichen Frankfurter Eintracht antritt. Um den Anschluß ans obere Drittel geht es für die mäßig gestarteten Tabellennachbarn Bayer Leverkusen, wo Trainer Michael Skibbe sein Heimdebüt feiert, und VfB Stuttgart.

          Ob es den Topklubs gelingen wird, sich nach den Europapokal-Partien in der Liga souverän zu behaupten, ist eine der spannenden Fragen des 10. Spieltags. „Wir sind diese Situationen gewohnt und werden Duisburg nicht unterschätzen“, sagt Bayerns Trainer Felix Magath. Natürlich habe das Spiel gegen „Juve“ viel Konzentration gekostet, „dennoch bleibt uns nichts anderes übrig als aufzutrumpfen, wenn wir in Kürze wieder Tabellenführer werden wollen“.

          Werder kein Bayern-Jäger

          Für die „Zebras“ verheißt der Auftritt in München wenig Aussicht auf Erfolg. Seit 25 Jahren konnte der MSV nicht mehr gegen den Rekordmeister gewinnen. „Ich erwarte, daß sich die Mannschaft zerreißt“, sagt Trainer Norbert Meier und fügt hinzu: „Ich will, daß unsere Fans auf ihre Mannschaft stolz sein können, unabhängig vom Ergebnis.“

          Bei Werder Bremen mißt man der momentanen Tabellensituation im Gegensatz zu den Bayern keine große Bedeutung zu. „Wir haben uns in den letzten Wochen nicht als Jäger gesehen, und wir fühlen uns jetzt auch nicht als Gejagte“, sagt Manager Klaus Allofs betont sachlich vor der Partie in Hannover.

          Kontrastprogramm

          Für den HSV geht es in Dortmund darum, nach der ersten Saisonniederlage gegen Wolfsburg (0:1) wieder an die vorherigen Erfolge anzuknüpfen. Dabei muß Trainer Thomas Doll auf die gesperrten Rafael van der Vaart und Guy Demel verzichten. Piotr Trochowski soll van der Vaarts Rolle im Mittelfeld ausfüllen.

          Ebenfalls bewältigen muß der FC Schalke das „Kontrastprogramm aus Champions League und Meisterschaft“, wie Torwart Frank Rost sagt. Dabei trifft der Vizemeister auf eine Mannschaft, die unter Trainer Holger Fach zu Hause noch ungeschlagen ist. Doch der Coach muß nach den Rangeleien in Hamburg auf die Tribüne, Co-Trainer Michael Oenning wird die Mannschaft betreuen.

          „Wolf steht nicht zur Disposition“

          Im Keller steht der Tabellenletzte 1. FC Nürnberg vor der Partie gegen die zuletzt erstarkte Arminia aus Bielefeld (3:0 gegen Hertha) mächtig unter Erfolgsdruck. Doch um erneut auflebenden Debatten um Wolfgang Wolf entgegenzuwirken, hat Präsident Michael A. Roth dem Trainer demonstrativ den Rücken gestärkt: „Wolfgang Wolf steht nicht zur Disposition.“

          Geschwächt ist dagegen Kölns Trainer Uwe Rapolder aus den Unstimmigkeiten mit Nationalstürmer Lukas Podolski hervorgegangen. Zwar ist es mittlerweile zu einer internen Aussprache gekommen, und „Poldi“ wird in Frankfurt von Beginn an auflaufen, dennoch sieht sich Rapolder mit weiteren Vorwürfen konfrontiert. Unter anderem wird dem Coach ein zu rüder Umgangston mit den Spielern und Co-Trainer Wolfgang Geiger nachgesagt.

          Eintracht will nachlegen

          Frankfurts Trainer Friedhelm Funkel weiß über die schwierige Situation bei seinem ehemaligen Klub: „In Köln ist immer Unruhe, selbst wenn sie fünf mal hintereinander gewonnen haben.“ Gewonnen hat im Gegensatz zu Köln zuletzt auch seine Mannschaft. „Der Sieg gegen Duisburg war wichtig. Aber jetzt müssen wir nachlegen“, sagt Kapitän Jermaine Jones.

          Außerdem tritt der 1. FC Kaiserslautern im Spiel eins nach dem Rauswurf von Ciriaco Sforza in Mönchengladbach an. Zudem treffen Hertha BSC und der FSV Mainz 05 im Berliner Olympiastadion aufeinander.

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