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Früherer Fußballprofi : Als Straßenfeger in Berlin

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Von Hansa Rostock über den VfL Wolfsburg in die 9. Liga: „Ich bin zwar fett, aber für die Kreisliga reicht es noch“. Bild: dpa

Er galt bei Hansa Rostock als großes Talent und stand in Wolfsburg unter Magath vor dem Sprung in die Bundesliga. Zuletzt kickte Pannewitz ganz unten und sagte: „Ich bin zwar fett, aber für die Kreisliga reicht es noch“.

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          Nach Ausflügen in Reality-Fernsehshows und andauernden Gewichtsproblemen ist der ehemalige Fußballprofi Kevin Pannewitz wieder bei der Stadtreinigung in Berlin gelandet. „Ich arbeite bei der BSR Stadtreinigung als Straßenfeger. Ich verdiene 1100 und Zerquetschte netto, ich habe 1200 Stunden im Jahr, die ich arbeiten muss“, sagte der 29-Jährige in einer Instagram-Story seinen knapp 14.000 Followern an diesm Donnerstag: „Wenn ich gut bin, kann ich übernommen werden. Wenn ich scheiße bin, dann nicht.“

          Pannewitz galt beim FC Hansa Rostock in der 2. Liga einst als großes Talent und stand beim VfL Wolfsburg unter Felix Magath 2012 vor dem Sprung in die Bundesliga. Disziplinlosigkeiten und Gewichtsprobleme verhinderten jedoch auch, dass er sich durchsetzte. Der Alltag des Familienvaters sieht nun ganz anders aus als der eines Berufssportlers. „Ich stehe jeden Tag um vier Uhr auf, von Montag bis Freitag erstmal. Viele fragen, was ich mache, was ich tue. Bevor ich jedem einzeln antworte, hier das Video“, sagte Pannewitz in seiner orangenen Arbeitskleidung.

          Mittelfeldspieler Pannewitz hatte es 2018 beim FC Carl Zeiss Jena zurück in die 3. Liga geschafft. Zuletzt spielte er beim FC Amed in Berlin in der 9. Liga. „Ich bin zwar fett, aber für die Kreisliga reicht es noch“, hatte er dem Magazin „11Freunde“ im Vorjahr gesagt.

          2020 gewann Pannewitz als Sieger der RTL-Sendung „Kampf der Realitystars“ 50.000 Euro. Um finanziell über die Runden zu kommen, hatte er schon ab 2015 bei der Stadtreinigung gearbeitet, zudem sammelte er auch mehrere Jahre lang Erfahrungen als Möbelpacker.

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