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Frauenfußball : Friedensangebot im Kunstrasenkrieg

Grabenkrieg im Kunstrasen: Die Spielerinnen schlagen einen Kompromiss vor Bild: dpa

Wird das Kriegsbeil im Frauenfußball in provisorischem Gras begraben? Die streitbaren Spielerinnen um die Weltfußballerinnen Nadine Angerer und Abby Wambach haben nun einen Kompromissvorschlag in der Frage zum Spielbelag bei der WM im Sommer in Kanada unterbreitet.

          Die Unterstützung von neun amerikanischen Senatoren haben Nadine Angerer, Abby Wambach und Co. schon einmal: Ob das den streitbaren Spitzenspielerinnen in ihrem Bemühen um einen Kompromiss mit den Organisatoren der Frauenfußball-WM im Sommer in Kanada hilft? Die Spielerinnen, die seit Monaten gegen eine Ausrichtung des Turniers auf  Kunstrasen protestieren, haben vor wenigen Tagen vorgeschlagen, dass der gastgebende kanadische Fußballverband CSA und der Internationale Fußballverband Fifa die drei Halbfinalstadien nach den Viertelfinals kurzfristig mit einem provisorischen Naturrasen ausstatten sollen. Ein solches Unterfangen kostet nach Angaben von Hampton Dellinger, Anwalt der Spielerinnen, insgesamt eine Million Dollar, was ein zumutbarer Betrag sei für die Veranstalter. Eine Reaktion seitens der Verbände gibt es bislang nicht.

          Die Spielerinnen wollen mit dem Kompromissvorschlag eine Lösung des Streits suchen. Zwar haben sie kürzlich einen Teilerfolg vor dem Menschenrechtsgericht des kanadischen Bundesstaats Ontario errungen, das sich grundsätzlich mit der juristischen Frage beschäftigen will. Allerdings ist es mehr als zweifelhaft, dass eine juristische Lösung noch rechtzeitig vor Turnierbeginn rechtskräftig gefunden werden kann. Dieses Gericht haben die Spielerinnen angerufen wegen vermeintlicher Diskriminierung. Die Spielerinnen unterstellen den Verbänden, ihnen einen Bodenbelag zuzumuten, auf dem Männer eine WM nicht bestreiten müssten. Erstmals sollen in Kanada alle Begegnungen eines WM-Turniers auf künstlichem Untergrund bestritten werden.

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