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Sandro Rosell : Freispruch für ehemaligen Barca-Präsidenten

  • Aktualisiert am

Gezeichnet: Sandro Rosell ist wieder ein freier Mann. Bild: EPA

Aus Mangel an Beweisen: Sandro Rosell ist vom Vorwurf der Geldwäsche freigesprochen worden. Der frühere Präsident des FC Barcelona war fast zwei Jahre in Untersuchungshaft.

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          Der frühere Präsident des spanischen Fußball-Meisters FC Barcelona, Sandro Rosell, ist vom Vorwurf der Geldwäsche und Bandenbildung freigesprochen worden. Das Verfahren gegen Rosell, gegen dessen Ehefrau Marta und vier weiteren Angeklagten werde mangels Beweisen eingestellt, teilte der zuständige Nationale Staatsgerichtshof am Mittwoch in Madrid mit.

          Der 55 Jahre alte Marketingexperte, der bei Barça von 2010 bis 2014 das Sagen hatte, saß wegen der Vorwürfe knapp zwei Jahre in Untersuchungshaft. Er war erst Ende Februar, nach 643 Tagen hinter Gittern, unter Auflagen auf freien Fuß gesetzt worden.

          Das Verfahren hatte Ende Februar begonnen. Rosell wurde die Bildung einer kriminellen Vereinigung sowie Geldwäsche in Höhe von insgesamt knapp 20 Millionen Euro zur Last gelegt. Die Staatsanwaltschaft hatte für Rosell neben einem elfjährigen Freiheitsentzug eine Geldstrafe von 59 Millionen Euro gefordert. Auch für Rosells Partner Joan Besolí wurden elf Jahre Haft gefordert.

          Rosell wurde beschuldigt, in Zusammenhang mit der Vergabe von TV-Rechten für die brasilianische Nationalmannschaft fast 15 Millionen Euro illegaler Provisionen in die eigene Tasche gesteckt zu haben. Zudem soll er im Rahmen eines Ausrüstervertrages der Seleção mit einem amerikanischen Sportartikelhersteller fünf Millionen Euro illegal erhalten haben.

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