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Frauenfußball : Taktiktest mit Zuschauerin Neid

Bundestrainerin außer Diensten: Silvia Neid muss in der Türkei von der Tribüne aus zuschauen Bild: dapd

Das Frauenfußball-Nationalteam startet ohne Wettkampfpraxis und Bundestrainerin ins Länderspieljahr. Beim EM-Qualifikationsspiel in der Türkei ist dennoch ein zweistelliger Sieg denkbar. Im Frauenfußball gibt es eben noch Kleine.

          Die Voraussetzungen für den Länderspielauftakt des Frauenfußball-Nationalteams könnten schlechter nicht sein: Mitten in der Bundesliga-Winterpause bestreitet die Auswahl am Mittwoch ohne jede Wettkampfpraxis ein EM-Qualifikationsspiel in der Türkei, bei dem auch noch die Hälfte der Stammspielerinnen fehlt. Zudem darf Silvia Neid nicht auf der Bank sitzen, da sie nach einem Platzverweis in Spanien für ein Spiel gesperrt wurde.

          Und dennoch blickt die Bundestrainerin dem Auswärtsspiel in Izmir (16 Uhr/ live in der ARD) äußerst gelassen entgegen, bei dem ihr Team mit einem Sieg die Tabellenführung vor den dann punktgleichen Spanierinnen übernehmen könnte. „Wir hatten ja ein paar gemeinsame Trainingseinheiten, um uns vorzubereiten“, sagt Silvia Neid. „Deshalb solle das kein Problem sein.“

          Die Gelassenheit ist ein Beleg dafür, dass es zumindest bei den Frauen doch noch „Kleine“ gibt. Vor dem Spiel in der Türkei ist deshalb die einzige Frage, ob das Spiel zwei- oder doch nur einstellig endet, obwohl neben den Langzeitverletzten Simone Laudehr und Kim Kulig auch noch Torfrau Nadine Angerer wegen Knieproblemen ausfällt. Zudem hat Lira Bajramaj, die wegen einer leichten Gehirnerschütterung nachreisen sollte, ihren Anschlussflug in München verpasst, weswegen sie nach Frankfurt zurückgekehrt ist.

          Trotz der personellen Not will die Bundestrainerin das Spiel nutzen, um als Lehre aus dem unbefriedigenden WM-Jahr eine neue taktische Ausrichtung auszuprobieren: „Unser Ziel in diesem Jahr ist es, unser Gegenpressing nach Ballverlust zu verbessern“, sagt Silvia Neid. Angesichts des vermutlich chancenlosen Gegners dürfte es indes nicht zu allzu vielen Bewährungsproben im Ernstfall kommen.

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