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Frauenfußball : Mit gutem Gefühl nach Schweden

Glücksgefühle bei der Generalprobe: Deutschlands Fußballfrauen schlagen Japan Bild: dpa

Das deutsche Frauenfußball-Nationalteam gewinnt im Duell zwischen Europa- und Weltmeister mit 4:2 gegen Japan. Vor Rekordkulisse für ein Freundschaftsspiel gelingt damit die Revanche für das WM-Aus 2011.

          „Wir möchten mit einem guten Gefühl Richtung Schweden reisen“, hatte Silvia Neid vor dem Spiel der deutschen Frauenfußball-Nationalmannschaft gegen  Weltmeister Japan gefordert. Nach dem 4:2-Sieg im letzten Test vor der am 11. Juli mit dem Spiel gegen die Niederlande beginnenden Europameisterschaft  ist der Wunsch der Bundestrainerin in Erfüllung gegangen.

          Das deutsche Team bot  bei Toren von Leonie Maier (16. Minute), Celia Okoyino da Mbabi (46./86.) und Simone Laudehr (90+1.) sowie Gegentreffern durch Shinobu Ohno (40.) und der ehemaligen Potsdamer Bundesliga-Spielerin Yuki Ogimi (60.) eine Leistung, die Hoffnungen weckt für das anstehende Kontinentalturnier, das Deutschland zuletzt  fünfmal in Serie gewonnen hatte.

          Rekordkulisse für ein Freundschaftsspiel

          Eine Bestmarke war schon vor dem Spiel gegen Japan gebrochen: 46.104 Zuschauer  waren in Europa noch nie zuvor zu einem Freundschaftsspiel von Frauenfußballteams gekommen. Die Rekordkulisse sah eine attraktive  Revanche zwischen dem Europameister und dem Weltmeister, der Deutschland bei der Heim-2011 im Viertelfinale ausgeschaltet hatte.

          Die nach einigen schmerzlichen verletzungsbedingten Ausfällen in weiten Teilen neu formierte deutsche Auswahl  mit fünf Spielerinnen in der Startelf, die jünger als 22 Jahre sind,  begeisterte phasenweise mit erfrischendem Offensivfußball. Vergessen scheint  der Ballast des frühen WM-Ausscheidens vor zwei Jahren, mit dem das  Nationalteam seither zu kämpfen hatte.

          Leonie Maier, die Aufsteigerin des Jahres im Team, bewies zudem einmal mehr ihre Torgefahr. In  der 17. Minute erzielte sie mit einem plazierten Linksschuss die Führung. Nach  dem zwischenzeitlichen Ausgleich durch Shinobu Ohno, bei dem Spielführerin Nadine Angerer im Tor nicht gut aussah, war es Torjägerin Celia Okoyino da  Mbabi vorbehalten, ihr Team mit zwei Toren zum Sieg zu schießen.

          Die von der kommenden Spielzeit an für den FFC Frankfurt spielende Stürmerin verwandelte zunächst unmittelbar nach Wiederanpfiff einen von Nadine Keßler erarbeiteten Elfmeter souverän. Nach dem Ausgleich für Japan durch Yuki Ogimi, die nach einem  Pfostentreffer von Freistoßspezialsitin Aya Miyama im Nachschuss erfolgreich  war, traf die deutsche Sturmspitze vier Minuten vor Ende ein zweites Mal. Simone Laudehr erhöhte in der Nachspielzeit per Elfmeter auf 4:2.

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