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Frauenfußball : Fusion mit Eintracht macht FFC attraktiv

  • -Aktualisiert am

Nationaltorhüterin Merle Frohms kommt zur neuen Eintracht. Bild: Picture-Alliance

Das Beispiel der Klubs 1. FFC Frankfurt und VfL Wolfsburg macht anschaulich, wie schnell sich die Gewichte im Frauenfußball verschieben können. Bei der Frauen-Eintracht werden neue Namen gehandelt.

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          Das Beispiel der Klubs 1. FFC Frankfurt und VfL Wolfsburg macht anschaulich, wie schnell sich die Gewichte im Frauenfußball verschieben können. Siegfried Dietrich empfand einst das Dasein der Frauenfußball-Mannschaft als Abteilung der SG Praunheim als zu eng und wenig zukunftstauglich. Also überführte der Manager den Betrieb in den neugegründeten FFC, der eine internationale Erfolgsgeschichte schrieb – aber seit fünf Jahren vor wirtschaftlichen Grenzen steht.

          Darum wird vom 1. Juli an unter dem Dach der Eintracht ein neues Kapitel im Frankfurter Spitzenfrauenfußball aufgeschlagen. Die Wolfsburgerinnen waren zu den Frankfurter Hochzeiten noch ein leichtes Fressen für den FFC. Doch dann setzten sie, quersubventioniert durch den Männerfußball, zum Überholmanöver an und sind, mit dem FC Bayern München im Schlepptau, dem Bundesliga-Rest enteilt. „Die Wolfsburger haben das getan, was ich immer angeregt und wovon ich geträumt habe: dass ein Lizenzverein auch im Frauenfußball mit großer Nachhaltigkeit durchzieht“, sagt Dietrich. „Auch wenn es nach unserem letzten Champions-League-Titel 2015 für uns einen Einschnitt in unserer Erfolgsgeschichte bedeutet hat.“

          Wenn die Frankfurter an diesem Samstag (13 Uhr, live auf Magenta Sport) beim „Überfavoriten“ (Dietrich) VfL antreten, dann möglichst zum letzten Mal in der längst gewohnten klassischen Außenseiterrolle. Die Spitzenposition der niedersächsischen Seriensiegerinnen – aktuell 16 Siege, ein Remis, 78:7 Tore – werden die Frankfurterinnen auch unter dem Namen Eintracht so schnell nicht brechen. Dafür ist der Vorsprung zu groß und der Plan der FFC-Eintracht-Fusion nicht auf eine kurzfristige Aufmischung der Branche ausgelegt.

          Zwar halten sich die Frankfurter Verantwortlichen, zumal der Fusionsvertrag noch nicht unterschrieben ist, öffentlich noch sehr bedeckt. Laut Branchenkennern weckt das Eintracht-Projekt aber viel Interesse und hat durch das von diesem Sommer an erhöhte Frankfurter Budget durchaus Bewegung in den Markt gebracht. „Der aktuelle Kader wird die wesentliche Basis für die neue Saison sein. Darüber hinaus sind wir in sehr guten Gesprächen mit Persönlichkeiten, die in unser Team passen“, sagt Dietrich.

          Ebenfalls aus Freiburg soll Abwehrspielerin Virginia Kirchberger kommen.

          Ein Transfer mit Signalwirkung für das Eintracht-Frauenfußballprojekt ist die Verpflichtung von Nationaltorhüterin Merle Frohms. Nach Informationen der F.A.Z. besteht schon eine Einigung mit der 25-Jährigen vom SC Freiburg. Ebenfalls aus Freiburg soll Abwehrspielerin Virginia Kirchberger kommen. Ein Transfer der slowenischen Angreiferin Lara Prasnikar (Turbine Potsdam), mit aktuell 15 Treffern zweitbeste Torschützin der Liga, steht ebenfalls bevor.

          Beim VfL blickt man erwartungsfroh auf die neue Frankfurter Frauenfußballmarke, damit die Qualität und Attraktivität der Liga erhöht wird. VfL-Trainer Stephan Lerch sprach am Donnerstag schon mal vom „großen Potential und einer großen Chance für den Frauenfußball“, den er in Frankfurt sehe.

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