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Frauenfußball : Frankfurt macht Triple perfekt

Deutscher Meister: Der 1. FFC Frankfurt mit einem seiner drei Pokale Bild: dpa

Der 1. FFC Frankfurt hat nach dem Sieg im Uefa-Cup und dem Triumph im DFB-Pokal auch die Deutsche Meisterschaft gewonnen. Damit hat der deutsche Frauenfußball-Vorzeigeklub zum zweiten Mal das Triple nach Frankfurt geholt.

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          Die ersten Zuschauer verließen schon nach 24 Minuten das Stadion am Frankfurter Brentanobad. Einige eigens angereiste Jugendspielerinnen des FCR 2001 Duisburg, der im Fernduell um die Deutsche Meisterschaft bei einem zeitgleichen 2:0-Sieg bei Bayern München auf einen Ausrutscher des Serienmeisters 1. FFC Frankfurt gegen die SG Essen-Schönebeck hoffen musste, hatten zu diesem Zeitpunkt die Hoffnung auf die große Überraschung schon aufgegeben.

          Daniel Schleidt

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Schließlich lagen die Frankfurterinnen am letzten Spieltag der Frauenfußball-Bundesliga gegen die SG Essen-Schönebeck schon frühzeitig 3:0 in Führung. Am Ende sicherte sich der FFC durch den 5:1-Sieg vor den Duisburgerinnendie siebte deutsche Meisterschaft in der nicht einmal zehn Jahre alten Vereinsgeschichte.

          Perfekter Abschied für Lingor, Künzer, Hansen und Trainer Tritschoks

          Damit bescherte der Klub seinen altgedienten Spielerinnen Nia Künzer, Renate Lingor und Louise Hansen, die ihre Karriere beenden, einen perfekten Abschied. Sie schenkten darüber hinaus dem scheidenden Trainer Hans-Jürgen Tritschoks, zum Abschied das zweite Triple nach 2002. „Ich bin am Ziel meiner Träume als Trainer. DFB-Pokal, Uefa-Cup und die Meisterschaft in einem Jahr zu gewinnen, ist das Größte“, sagte Tritschoks, der beim FFC freiwillig den Platz frei macht für - zumindest Gerüchten zufolge ein - Trainerteam. Dieses soll am Donnerstag der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

          Die drei Pokale vom Römer: Tina Wunderlich mit dem Uefa-Cup, Svanja Huth mit dem Meisterpokal und Saskia Bartusiak zeigen den Fans in Frankfurt die Trophäen

          Vor 4520 Zuschauern im Stadion am Brentanobad setzte der FFC früh die nötigen Signale, an diesem Tag den knappen Vorsprung von einem Zähler vor Duisburg zu verteidigen. Schon in der 10. Minute gingen die Frankfurterinnen durch Birgit Prinz 1:0 in Führung. Die dreimalige Weltfußballerin erzielte in der 23. Minute auch das 2:0, bevor Kerstin Garefrekes eine Minute später schon für die Vorentscheidung sorgte. Die weiteren Treffer schossen Sandra Smisek (28.) und Prinz per Foulelfmeter (67.) für Frankfurt sowie die ehemalige Frankfurterin Stefanie Weichelt für Essen-Schönebeck zum zwischenzeitlichen 4:1.

          Mit dem Dreifacherfolg in internationalem Wettbewerb, nationalem Pokal und und Meisterschaft unterstrich der erst 1999 gegründete Klub abermals seine Ausnahmestellung im nationalen Frauenfußball. Allerdings sorgte unter anderem die Mehrfachbelastung der Spielerinnen, von denen allein sieben Frauen im November in China mit der deutschen Nationalmannschaft Weltmeister wurden, dieses Mal für eine knappe Entscheidung in der Meisterschaft. Mit dem hart umkämpften 1:1 in Duisburg am vergangenen Wochenende schaffte der FFC die Voraussetzung, am Sonntag mit drei Pokalen den Saisonabschluss feiern zu können.

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