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SheBelieves Cup : DFB-Frauen verlieren Auftaktspiel

  • Aktualisiert am

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft der Frauen beim Vier-Länder-Turnier in Amerika Bild: AFP

Die deutsche Frauen-Fußball-Nationalmannschaft hat beim Vier-Länder-Turnier in Amerika gegen die Gastgeberinnen knapp verloren. Das Wetter machte die Partie äußerst ungemütlich. Eine Spielerin verletzte sich zudem.

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          Trotz des verpatzen Jahresauftakts der deutschen Fußball-Frauen gegen die Vereinigten Staaten sieht Steffi Jones positive Ansätze und geht zuversichtlich an die kommenden Aufgaben. „Im letzten Jahr haben wir uns schwerer getan. Ich finde, wir haben gut dagegen gehalten, standen defensiv besser und kompakter. Wir haben gefightet und bis zum Ende versucht, noch kontrolliert zum Torerfolg zu kommen“, sagte die Bundestrainerin nach dem 0:1 am Freitag (Ortszeit) gegen den Weltmeister und Gastgeber zum Start des SheBelieves Cups.

          Zu allem Überfluss musste die deutsche Abwehrchefin Babett Peter nach knapp einer Stunde mit einer Sprunggelenkverletzung passen. Der Einsatz der Wolfsburgerin im zweiten Turnierspiel gegen England am Sonntag (21.00 Uhr MEZ bei Sport1) in Harrison/New Jersey ist zumindest fraglich. Zum Turnierabschluss trifft Deutschland am kommenden Mittwoch in Orlando (22.00 Uhr MEZ bei Sport1) auf Frankreich.

          Doch zunächst muss sich die deutsche Elf gegen die Engländerinnen erheblich steigern, soll die Revanche für die Niederlage im Spiel um Platz drei bei der WM 2015 in Kanada gelingen. Die Britinnen beeindruckten mit ihrem neuen Trainer Phil Neville beim 4:1 in ihrem Auftaktmatch gegen Vorjahres-Turniersieger und WM-Gastgeber 2019 Frankreich. Gleichwohl bleibt Jones optimistisch: „Ich habe positive Zeichen gesehen.“

          Bei stürmischem und frostigem Wetter erzielte Megan Rapinoe (17. Minute) vor 14.591 Zuschauern im Mapfre-Stadium von Columbus den Siegtreffer für das verjüngte amerikanische Team um Stürmer-Star Alex Morgan und brachte der DFB-Elf im 35. Duell die 24. Niederlage bei.

          Dem achtmaligen Europameister mangelte es nach gutem Beginn vor allem an Ideen im Spiel nach vorn. Gleichwohl hatte Spielführerin Dzsenifer Marozsan mit einem abgefälschten Schuss an den Pfosten eine gute Ausgleichsmöglichkeit (20.). „Es lief ein bisschen unglücklich für uns“, sagte Svenja Huth. „Wir haben die Amerikanerinnen anfangs unter Druck setzen können, dann aber das 0:1 nach einem Konter gefangen.“

          Im Gegensatz zur deutschen Elf bestach das Team von Jill Ellis durch schnelles Umschaltspiel und Effektivität. „Sie haben ihre Chance wie immer effizient genutzt, darüber hinaus haben wir wenig zugelassen“, bilanzierte Jones nach der kräftezehrenden Partie. „Es war ein sehr intensives und hartumkämpftes Spiel“, sagte Joti Chatzialexiou, der neue Sportliche Leiter Nationalmannschaften, der erstmals mit den DFB-Frauen unterwegs ist. Am Ende hätten die Vereinigten Staaten aber verdient gewonnen.

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