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1. FFC Frankfurt : Aussicht auf die Königsklasse

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Niko Arnautis vom 1. FFC Frankfurt könnte bald wieder Trainer eines Champions-League-Teilnehmers sein. Bild: Picture-Alliance

Lange war vom 1. FFC Frankfurt international nichts zu hören. Eine Uefa-Reform für die Champions League ist eine Chance für die Frauen aus Frankfurt, wieder oben mitzuspielen.

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          Der 1. FFC Frankfurt ist ein Jahr nach dem Gewinn der Champions League 2015 von der internationalen Bildfläche verschwunden. In diesem Wettbewerb, an dessen Spitze es im hiesigen Frauenfußball eintönig geworden ist, wird die Bundesliga seitdem ausschließlich vom VfL Wolfsburg und Bayern München repräsentiert. Der FFC-Manager Siegfried Dietrich hat auch deshalb die Fusion mit der Eintracht angestoßen, um in Frankfurt wieder Spiele in der Königsklasse ausrichten zu können.

          Die Wahrscheinlichkeit, dass dies gelingt, ist seit dem Entscheid der Europäischen Fußball-Union (Uefa) für eine Reform der Champions League gestiegen. „Das ist eine freudige Nachricht für uns und für die ganze Bundesliga. Aus dem Zweikampf wird nun ein Dreikampf“, sagt Dietrich. Denn von der Saison 2021/22 an werden die Bundesliga und weitere fünf europäische Topligen einen dritten Champions-League-Startplatz bekommen. Zudem wird es eine Gruppenphase wie bei den Männern geben. Diese wird zentral vermarktet – die Uefa produziert alle Spiele für das Fernsehen. „Es lohnt sich nun erst recht, dass wir uns gut aufstellen“, sagt Dietrich. Die neue Zeitrechnung beginnt Mitte 2020, wenn der FFC abgewickelt wird und in der Eintracht aufgeht. Dietrich betrachtet die Uefa-Reform als „Motivation für die Lizenzvereine, noch mehr in den Frauenfußball zu investieren, um sich international präsentieren zu können“.

          Es gab Zeiten, da waren der FFC und Turbine Potsdam die ersten Anwärter auf die internationalen Startplätze im – wie er damals noch hieß – Uefa-Cup. Die beiden einst führenden Klubs sind abgehängt worden von den Frauenabteilungen der Lizenzvereine. Zu Wolfsburg und Bayern gesellt sich in diesem Jahr die TSG Hoffenheim mit an die Spitze. Die beiden reinen Frauenfußballklubs tummeln sich vor ihrem 56. direkten Duell an diesem Samstag (13.00 Uhr im Livestream auf sportschau.de) im Tabellenmittelfeld. Der FFC reist „selbstbewusst nach Brandenburg“, wie Trainer Niko Arnautis sagt.

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