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„Down Under“ bekommt Zuschlag : Frauen-WM 2023 in Australien und Neuseeland

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Das Opernhaus von Sydney leuchtet in Vorfreude auf die Frauenfußball-WM. Bild: dpa

Die gemeinsame Bewerbung um die Frauenfußball-WM 2023 setzt sich durch. Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg findet die Entscheidung spannend. Er warten große Herausforderungen auf die Ausrichter.

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          Der nächste Frauenfußball-Weltmeister wird „Down Under“ gekrönt, die WM findet in drei Jahren erstmals in Australien und Neuseeland statt. Diese Entscheidung trafen die Mitglieder im Rat des Fußball-Weltverbands (Fifa) auf ihrer Sitzung an diesem Donnerstag. Die gemeinsame Bewerbung der beiden Länder erhielt deutlich mehr Stimmen (22) als die des einzigen Konkurrenten Kolumbien (13).

          „Ich möchte beiden Bewerbern für ihre bemerkenswerte Arbeit danken, alles war wirklich sehr gut vorbereitet. Gratulation an beide“, sagte Fifa-Präsident Gianni Infantino, nachdem er und seine Kollegen mit ihrem Votum die erste Frauen-WM-Endrunde auf der Südhalbkugel ermöglicht hatten. Die bisherigen Weltmeisterschaften fanden in China und den Vereinigten Staaten (je zweimal) sowie Schweden, Deutschland, Kanada und zuletzt Frankreich statt.

          „Ich freue mich sehr, dass die WM 2023 in Neuseeland und Australien ausgetragen wird. Gerade Australien aber auch Neuseeland zählen zu den führenden Nationen im Frauenfußball“, sagte Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg: „Spannend ist außerdem, dass es eine Premiere geben wird: eine Frauen-WM in zwei Ländern, das gab es noch nie.“

          Wirklich überraschend ist die Entscheidung nicht. Bereits im 228-seitigen Evaluationsbericht der Fifa, der die Stärken und Schwächen beider Kandidaten beleuchtet, hatte die australisch-neuseeländische Bewerbung eher überzeugt. Die Qualität beider Bewerbungen, sagte Fifa-Generalsekretärin Fatma Samoura allerdings im Vorfeld ganz diplomatisch, „zeugt von den neuen Impulsen, die der Frauenfußball geschaffen hat“.

          Und das bringt Herausforderungen mit sich. So wird die nächste WM-Endrunde beispielsweise erstmals mit 32 Mannschaften ausgetragen, schwer vorstellbar, dass etwa in Brasilien zudem die Vorbereitungen wegen der Corona-Pandemie reibungslos vonstatten gegangen wären. Brasilien hatte der Fifa zuletzt ebenso absagen müssen wie Japan, ursprünglich waren neun Verbände an der Ausrichtung der neunten Endrunde interessiert gewesen.

          Die Fifa erhoffte sich durch die Veröffentlichung der Stimmen deutlich mehr Transparenz, vor allem bei den zurückliegenden Vergaben der Männer-Endrunden nach Russland (2018) und Qatar (2022) war es immer wieder zu Verdächtigungen und Korruptionsvorwürfen gekommen. Auch deshalb entscheidet mittlerweile der Fifa-Kongress mit allen 211 Nationalverbänden über die WM-Gastgeber der Männer - Stimmen werden hier aber immer noch nicht veröffentlicht.

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