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Frauen-Fußball : 1. FFC Frankfurt vor UEFA-Cup-Finale angeschlagen

  • Aktualisiert am

Will auch gegen Umea wieder jubeln: 1. FFC Fankfurt Bild: AP

Der Gegner ist nach einem verlorenen Streit um den Spielort zusätzlich angespornt, die eigene Mannschaft durch personelle Ausfälle stark geschwächt. Dennoch ist Monika Staab, Trainerin des 1. FFC Frankfurt, vor dem UEFA-Cup-Finale gegen Umea zuversichtlich.

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          Der Gegner ist nach einem verlorenen Streit um den Spielort zusätzlich angespornt, die eigene Mannschaft durch personelle Ausfälle stark geschwächt. Dennoch ist Trainerin Monika Staab zuversichtlich, daß die Fußballerinnen des Bundesliga- Spitzenreiters 1. FFC Frankfurt an diesem Samstag (15.00 Uhr) gegen Titelverteidiger Umea IK in Stockholm die Grundlage für den zweiten Gewinn des UEFA-Pokals nach 2002 legen. „In Anbetracht der letzten Meisterschafts-Ergebnisse und der großen Motivation, erneut den europäischen Titel gewinnen zu können, fahren wir optimistisch dorthin“, meinte Staab. Das Rückspiel wird am 5. Juni im Stadion am Bornheimer Hang ausgetragen.

          Die Erfolgstrainerin muß allerdings auf die Halbfinal-Matchwinnerin und Weltmeisterin Renate Lingor verzichten. Die Schützin des Hattricks beim 4:1-Rückspielsieg vor heimischer Kulisse gegen Malmö FF muß nun wegen ihrer andauernden Schmerzen im Mittelfuß passen. „Wir werden sie schmerzlich vermissen“, räumte Staab ein. Hinzu kommt das Fehlen der langzeitverletzten WM- Heldin Nia Künzer sowie von Sandra Albertz und Patrizia Barucha. „Erfreulich ist, daß Stefii Jones gute Fortschritte macht“, meinte Staab und hofft auf einen Einsatz der Nationalspielerin in Stockholm.

          „Kompakt stehen und diszipliniert spielen“

          Vor zwei Jahren holten die Frankfurterinen im Waldstadion bei der UEFA-Pokal-Premiere den Cup. Nun soll der Coup zum zweiten Mal gelingen, nachdem 2003 im Halbfinale Endstation war. Der Kontrahent damals in einem Elfmeter-Krimi war Umea. „Uns erwartet also ein Gegner, der genauso wie wir sehr große UEFA-Pokal-Erfahrung hat“, meinte Staab über den Zweiten der schwedischen Meisterschaft, der nur durch die Titelverteidigung im nächsten Jahr auch wieder international vertreten wäre.

          „Für uns wird es in Stockholm wichtig sein, den Gegner nicht ins Spiel kommen zu lassen und unsere Stärken zum richtigen Zeitpunkt zu entfalten“, meinte Staab zur taktischen Marschroute gegen die technisch versierten Umea-Spielerinnen. „In Anbetracht der vielen Ausfälle wird es eine besondere Aufgabe sein, die Abwehr bestmöglich zu besetzen. Im Mittelfeld müssen wir kompakt stehen und diszipliniert spielen. Gelingt uns das, sollte ein Unentschieden in Schweden möglich sein.“
          Für zusätzlichen Zündstoff hatte der Konflikt um die Austragunsstätte gesorgt. Denn eigentlich hatte die Partie auf dem Kunstrasen im Gammliavallen-Stadion von Umea stattfinden soll. Doch legten die Frankfurterinnen legitimerweise ihr Veto ein, so daß das Match nun im 700 Kilometer entfernten Stockholmer Rasunda-Stadion über die Bühne geht - auf Naturrasen.

          Umea bietet eigenen Fans Sonderkonditionen

          Auf die Unterstützung ihrer Fans wollten die Skandinavierinnen aber nicht verzichten und so boten sie ihren Anhängern für 100 Euro ein Kompaktangebot mit Flug, Bus-Transfer, Hotel, sowie den Eintrittskarten und Merchandising-Artikeln. Über 2.000 machten davon bereits Gebrauch. „Wir wollten unseren Fans helfen und so vielen wie möglich die Chance geben uns in Stockholm zu unterstützen“, betonte Umeas Fußball-Direktor Ronald Arnqvist.

          „Es ist die erste der beiden Neuauflagen des WM-Endspiels Deutschland - Schweden“, meinte FFC-Manager Siegfried Dietrich, „wir sind sehr stolz, daß wir mit einem Sieg aus beiden Endspielen die erfolgrteichste europäische Vereinsmannschaft der letzten drei Jahre werden können.“

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