https://www.faz.net/-gtl-89g5o

WM-Vergabe 2006 : Beckenbauers Erklärung zu Vorwürfen im Wortlauf

  • Aktualisiert am

„Es wurden keine Stimmen gekauft“: Franz Beckenbauer. Bild: AFP

In einer Pressemitteilung äußert sich Franz Beckenbauer erstmals inhaltlich zu den Vorwürfen rund um die Vergabe der Fußball-WM 2006. FAZ.NET dokumentiert die Erklärung im Wortlaut.

          1 Min.

          Der damalige Chef des Organisationskomitees, Franz Beckenbauer, hat sich in einer Pressemitteilung erstmals inhaltlich zu den Korruptionsvorwürfen um die Vergabe der Fußball-WM 2006 geäußert. Die Erklärung, die sein Management am Montag verschickte, im Wortlaut:

          „Ich habe mich bereits vergangenen Donnerstag gegenüber der externen Untersuchungskommission des DFB bereit erklärt, Rede und Antwort zu stehen. Heute gab es diese Anhörung in München, bei der ich sämtliche Fragen der Kommission beantwortet habe.

          Es ist mir wichtig, folgendes klarzustellen:

          1. Es wurden keine Stimmen gekauft, um den Zuschlag für die Fußballweltmeisterschaft 2006 zu bekommen.

          2. Um einen Finanzierungszuschuss der FIFA zu erhalten, wurde auf einen Vorschlag seitens der FIFA-Finanzkommission eingegangen, den die Beteiligten aus heutiger Sicht hätten zurückweisen sollen. Für diesen Fehler trage ich als Präsident des damaligen Organisationskomitees die Verantwortung.

          Um die weiteren Befragungen nicht zu beeinträchtigen, werde ich mich anders als andere Beteiligte, deren Verhalten ich teilweise als unsäglich empfinde, derzeit nicht weiter äußern. Damit entspreche ich auch einer Bitte der externen Untersuchungskommission.

          Franz Beckenbauer 26. Oktober 2015“

          Weitere Themen

          „Ein absolutes Desaster!“

          Coaching-Debatte im Tennis : „Ein absolutes Desaster!“

          Bislang dürfen Trainer den Tennisspielern bei einem Match kaum helfen. Das soll sich ändern. Der Versuch, bei Frauenturnieren offenes Coaching zu erlauben, ruft bei Experten aber auch harschen Widerstand hervor.

          Topmeldungen

          Kampf gegen Corona : Dem Virus davonfliegen

          Die ersten Länder haben damit begonnen, ihre Bürger aus Wuhan ausfliegen. Für die politische Führung in Peking wird die Lage kritisch, viele Chinesen rufen nach Konsequenzen. Dafür geht es dem ersten deutschen Erkrankten besser.
          Die Spieleentwickler Michael Geithner und Martin Thiele-Schwez

          Kartenspiel zur DDR-Geschichte : „Am Ende verliert die Stasi immer“

          Vor dem Ende der DDR versuchten Stasi-Mitarbeiter, massenhaft Akten zu vernichten. Das ist auch das Ziel eines neuen Spiels: Dokumente verschwinden lassen. Was Spieler dabei über die deutsche Geschichte lernen, erklärt einer der Entwickler im Interview.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.