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DFB-Akademie : Auf dem Weg zurück an die Weltspitze

Rückkehr in die Weltspitze: vor allem Oliver Bierhoff (2.v.r.), neben Martina Voss-Tecklenburg, Panagiotis Chatzialexiou (l.) und Friedrich Curtius, freut sich sichtlich Bild: dpa

Die Arbeiten an der Zukunft des deutschen Fußballs laufen. Die DFB-Akademie auf der ehemaligen Pferderennbahn in Frankfurt soll 150 Millionen Euro kosten und 2021 fertig sein.

          Auf dem Gelände der ehemaligen Frankfurter Galopprennbahn hat der Bau der Akademie des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) begonnen. An dem symbolischen Spatenstich im Stadtteil Sachsenhausen nahmen von städtischer Seite Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD), Sportdezernent Markus Frank und Baudezernent Jan Schneider (beide CDU) teil. Der DFB war unter anderen mit den Vizepräsidenten Reinhard Rauball und Rainer Koch sowie Direktor Oliver Bierhoff und Damen-Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg vertreten. Herren-Bundestrainer Joachim Löw war nicht nach Frankfurt gereist.

          Tobias Rösmann

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Der Fußballverband will auf einem 15 Hektar großen Gelände bis Ende 2021 für rund 150Millionen Euro eine neue Heimstätte bauen. Sowohl die Verwaltung mit knapp 500 Mitarbeitern als auch ein wissenschaftlich ausgerichtetes Leistungszentrum sollen dort untergebracht werden. In der Akademie sollen Nachwuchstrainer, Schiedsrichter und Nationalmannschaften geschult werden.

          Große Chance für den deutschen Fußball

          „Wir werden ein tolles Bauwerk errichten. Wir sind alle Frankfurt im Fußball“, sagte DFB-Vizepräsident Koch. Er freue sich, dass die Zentrale des deutschen Fußballs dauerhaft in Frankfurt sei. „Von hier geht eine gute Botschaft aus.“ Sein Kollege Rauball äußerte die Hoffnung, dank der neuen Akademie fußballerisch wieder mit Ländern wie England und Frankreich gleichziehen zu können. „Wir haben uns zu sehr ausgeruht“, sagte er und fügte hinzu: „Es reicht nicht, wenn wir hier einen wunderschönen Bau mit viel Geld hinstellen. Es kommt auf den Inhalt an.“

          Oberbürgermeister Feldmann sagte, der Bau der Akademie sei „etwas, das die ganze Stadt inspiriert“. Er bedanke sich für die „Kooperation mit unseren wunderbaren Stadträten“. Das Projekt werde dafür sorgen, dass die Stadt fußballerisch auf lange Sicht in der erste Reihen stehe. Der SPD-Politiker hob zudem hervor, dass auf einem Areal von knapp zehn Hektar neben der Akademie ein öffentlich zugänglicher Bürgerpark entstehen werde. „Das ist ein Riesenerfolg für die Stadt.“

          „Das wird unser sportliches Zuhause“

          DFB-Direktor Oliver Bierhoff, der als Ideengeber und Initiator des Projekts gilt, freut sich nach eigenen Worten ebenfalls über den Baubeginn. „Das wird unser sportliches Zuhause.“ Seit elf Jahren arbeite er dafür. „Es hat lange gedauert.“ Eine Bürgerentscheid und ein jahrelanger Rechtsstreit zwischen der Stadt und den Galoppsportfreunden des Frankfurter Rennklubs hatte die Übergabe des Geländes an den DFB erheblich verzögert; der Verband hat knapp sieben Millionen Euro für einen 99Jahre laufenden Erbpachtvertrag gezahlt. Mit Hilfe der Akademie kann Bierhoff zufolge die Rückkehr in die Weltspitze gelingen.

          DFB-Generalsekretär Friedrich Curtius sprach von einem Meilenstein. Auf diesen Tag hätten viele Leute sehr lange hingearbeitet. Es habe mancherlei rechtliche Probleme gegeben. „Umso erleichterter bin ich, dass wir heute den Spatenstich vollziehen können.“ Der Bau sei wichtig. „Der DFB platzt aus allen Nähten.“ Die Zahl der Mitarbeiter werde von etwa 100 im Jahr 2006 auf beinahe 500 im Jahr des Umzugs 2021 gestiegen sein. Als nächstes werde nun eine große Baugrube ausgehoben und mit Beton ausgegossen. Der Grundstein für die Akademie soll nach Curtius’ Worten am 26.September gelegt werden.

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