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Kommentar zum Fifa-Deal : Es ist nicht zu glauben

Ist was? Fifa-Präsident Gianni Infantino. Bild: dpa

Der Fußball-Weltverband will ein dubioses 25-Milliarden-Dollar-Angebot annehmen. Dabei soll saudisches Geld im Spiel sein. Während die abscheuliche Beseitigung des Regimekritikers Khashoggi die Welt schockiert, tut die Fifa so, als wäre nichts gewesen.

          Die Lehren aus Korruption, Vetternwirtschaft und dunklen Machenschaften hat das Fußballgeschäft an seinen entscheidenden Stellen bisher nicht gezogen. Offenbar angelockt von einem dubiosen 25-Milliarden-Dollar-Angebot, ist weiterhin alles möglich. Zumindest gilt das für den Internationalen Fußball-Verband (Fifa).

          Seit Monaten versucht dessen höchster Repräsentant, Blatter-Nachfolger Gianni Infantino, einen undurchsichtigen Vertrag für neue lukrative Wettbewerbe durchzudrücken. Nicht mal das Gros der Vertreter im Vorstandsgremium (Council), die darüber entscheiden müssen, kennen bisher die Hintergründe des Megadeals. Immer abenteuerlicher wird die brisante Angelegenheit, weil saudische Milliarden im Spiel sein sollen – mit maßgebender Unterstützung des Kronprinzen Muhammad Bin Salman.

          Während die abscheuliche Beseitigung des Regimekritikers Khashoggi die Welt schockiert hat, tut der höchste Fußballrepräsentant so, als wäre nichts gewesen. Stattdessen ist zu erfahren, dass Infantino das Geschäft, welches ihm wohl vor allem die eigene Macht an der Spitze der Fifa garantieren soll, schnell fix sehen will. Es ist nicht zu glauben.

          Michael Ashelm

          Redakteur in der Wirtschaft.

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