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Fußball-Herrscher Infantino : Noch abgebrühter als Blatter

Alle Kritik kann Gianni Infantino nichts anhaben. Bild: AFP

Gianni Infantino führt die Fifa mit machiavellistischer Skrupellosigkeit. Mit seiner Wiederwahl sitzt er jetzt noch fester im Sattel der Cash-cow. Zum Machterhalt nutzt Infantino eine einfache Strategie.

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          Als Gianni Infantino im Winter vor drei Jahren dem abgetakelten Fifa-Chef Joseph Blatter an der Spitze des Fußballweltverbandes folgte, kam sein Wahlsieg etwas überraschend. Die vage Hoffnung, dass statt eines Scheichs aus Bahrein, dessen Herrscherclan in Menschenrechtsverletzungen verwickelt gewesen sein soll, ein jüngerer und sehr dynamisch wirkender Funktionär aus der Mitte Europas die skandalumwitterte Organisation zu neuer Glaubwürdigkeit würde führen können, war allerdings vergeblich.

          Noch abgebrühter als der alte Patriarch Blatter, der selbst mit 83 Jahren seinen unter dem Zwang der Korruptionsvorwürfe erfolgten Rückzug von der Fifa noch immer nicht verkraften kann, regiert Infantino den Weltverband mit machiavellistischer Skrupellosigkeit. Affären um undurchsichtige Alleingänge, abservierte Kontrolleure oder die dubiosen Verbindungen zu Potentaten und auch in die Schweizer Bundesanwaltschaft konnten dem 49 Jahre alten Schweizer nichts anhaben. Im Gegenteil: Mit seiner Wiederwahl auf dem Verbandskongress in Paris für die nächsten vier Jahre sitzt Infantino jetzt noch fester im Sattel der Cash-cow Fifa.

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