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Aussagen über Flüchtlinge : Der gewaltige Verlierer Gianni Infantino

Wohnt mittlerweile selbst in Qatar: FIFA-Präsident Gianni Infantino Bild: Reuters

Der Präsident des Fußball-Weltverbandes steckt in der Klemme: Ist er ein ewig Gestriger oder wurde er „missinterpretiert“, nachdem er die WM alle zwei Jahre als Teillösung der Flüchtlingsproblematik verkaufte?

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          Genial, Gianni Infantino! Die Lösung sozioökonomischer Migrationszwänge lautet: Mehr Fußballweltmeisterschaften! Denn Fußball ist, nur gut, dass uns Infantino das im Jahr der Weltmeisterschaft an seinem qatarischen Wohnsitz noch mal sagt, „mehr als Sport“.

          Und nun, es geht um seinen selbstlosen Plan, die Weltmeisterschaft künftig alle zwei Jahre auszutragen, Vorhang auf für den Präsidenten des Internationalen Fußballverbandes bei seiner Rede vor der Parlamentarischen Versammlung des Europarats in Straßburg: „Wir müssen Wege finden, den Afrikanern Hoffnung zu geben, damit sie nicht über das Mittelmeer kommen, um vielleicht ein besseres Leben zu finden, aber wahrscheinlicher den Tod auf See finden. Wir müssen Möglichkeiten und Würde geben.“

          Aber wenn man es so recht bedenkt, steckt Infantino da doch ein bisschen in den Zwängen gestrigen Denkens fest. Und zwar entweder in der Rolle als männlicher, weißer, Schweizer Retter – wo war eigentlich das Bernhardiner-Schnapsfässchen? – oder weil er nun behauptet, missinterpretiert worden zu sein.

          Nein, Infantino greift zu kurz. Da geht doch noch mehr. Und zwar: immer. Im Grunde darf kein Tag mehr vergehen, an dem nicht Fußballweltmeisterschaft ist. Wer will die unheilvollen Gedanken verantworten, die der Menschheit ansonsten kommen?

          Christoph Becker
          Sportredakteur.

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