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Fifa-Ethikkommission : Lebenslang für Blatter und Platini?

Für Joseph Blatter (links) und Michel Platini könnte die Laufbahn im Fußball bald beendet sein. Bild: Picture-Alliance

Joseph Blatter und Michel Platini droht die Höchststrafe: Die Ethikkommission des Weltverbandes fordert offenbar lebenslange Sperren für die suspendierten Präsidenten von Fifa und Uefa. Platinis Anwalt reagiert deutlich.

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          Die Ethikkommission des Internationalen Fußball-Verbandes (Fifa) fordert offenbar für die beiden suspendierten Präsidenten Joseph Blatter und Michel Platini lebenslange Sperren. Dies bestätigte zumindest Platinis Rechtsanwalt Me Thibaud d’Alès für seinen Klienten am Dienstag der französischen Nachrichtenagentur AFP. Eine Anfrage der Frankfurter Allgemeinen Zeitung beim vorübergehend freigestellten Fifa-Chef Blatter wollte dessen Sprecher nicht konkreter beantworten. Er ließ sie offen.

          Michael Ashelm

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Der Fall der beiden Funktionäre ist allerdings sehr ähnlich gelagert. Es sieht danach aus, als glaubten die Fifa-Ethiker, Belege für Korruption vorliegen zu haben und gegen Platini, noch Präsident der Europäischen Fußball-Union, sowie den fast 80 Jahre alten Blatter Fifa-Chef deshalb auch die Höchststrafe fordern zu können. Die zuständige Untersuchungskammer der Fifa-Ethikkommission wollte dazu nichts sagen. Platinis Anwalt sprach von einem „puren Skandal“.

          Am Montag war bekannt geworden, dass der deutsche Fifa-Richter Hans-Joachim Eckert als Vorsitzender der Fifa-Spruchkammer bis Weihnachten eine Urteil nach dem Ethik-Kodex des Weltverbandes sprechen will. Hintergrund der Vorwürfe ist eine Zahlung von zwei Millionen Schweizer Franken, die Blatter 2011 an Platini auf Grundlage einer angeblich mündlichen Abmachung geleistet hatte. Beide Funktionäre behaupten, dass das Geld für Beratertätigkeiten angewiesen wurde, die Platini von 1999 bis 2002 für die Fifa geleistet haben soll.

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          Die Ethikkommission der Fifa hatte daraufhin Blatter und Platini am 7. Oktober für 90 Tage von allen Funktionen im Fußball freigestellt. Neben Vorwürfen der Bilanzfälschung, Untreue gegenüber der Fifa und eines nicht angezeigten Interessenkonflikts könnte jetzt also noch Korruption für beide betroffenen Funktionäre hinkommen. Dabei rechnet sich Platini weiterhin Chancen aus, bei der Wahl als Nachfolger von Blatter im Februar nächsten Jahres anzutreten. Dies ginge allerdings nur mit einem Freispruch. Gegen Blatter ermittelt auch die Schweizer Bundesanwaltschaft wegen „ungetreuer Geschäftsbesorgung“.

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